Norderstedt
Henstedt-Ulzburg

Stressige Anreise im überfüllten ICE lähmt die „Frogs“

Zweitliga-Handballer des SVHU sind beim 23:32 gegenTV Bittenfeld chancenlos

Henstedt-Ulzburg. Die stressige Anreise im überfüllten und zudem verspäteten ICE-Zug nach Stuttgart hatte die Zweitliga-Handballer des
SV Henstedt-Ulzburg zu viel Energie für einen erfolgreichen Auftritt gekostet. Beim Tabellenzweiten TV Bittenfeld kassierte das Team des Trainerduos Matthias Karbowski und Amen Gafsi eine auch in dieser Deutlichkeit verdiente 23:32 (9:17)-Niederlage.

Den kämpferisch bemühten, aber aufgrund der vorangegangen Strapazen komplett ihrer körperlichen und geistigen Dynamik beraubten „Frogs“ gelang in der ersten Hälfte gegen die um den Aufstieg in die 1. DKB-Bundesliga spielenden Schwaben nur wenig. Die sonst so sattelfeste Abwehr des SV Henstedt-Ulzburg kam zu oft einen Schritt zu spät, im Angriff produzierten die Gäste Ballverluste in einer Häufigkeit, die kein Team unbeschadet überstehen kann. Keeper Jan Peveling war es zu verdanken, dass der Pausenrückstand nicht noch deutlicher ausfiel.

Mit der Einwechslung von Kreisläufer Martin Laursen sowie des studienbedingt nachgereisten Rechtsaußens Julian Lauenroth brachten die „Frogs“ zumindest so viel Schwung in ihre lahmende Offensive, dass sie das Ergebnis nach einem zwischenzeitlichen Zwölf-Tore-Rückstand doch noch etwas freundlicher gestalten konnten. „Wir waren insgesamt zu unkonzentriert“, sagte Amen Gafsi, „in unserem letzten Heimspiel am Sonnabend gegen Meister SC DHfK Leipzig erwarte ich eine Reaktion vom Team.“

„Frogs“ nehmen verbindlich dasSpielrecht für die 2. Bundesliga wahr

Positiv zu vermerken bleibt, dass der SV Henstedt-Ulzburg der DKB-Bundesliga die Wahrnehmung des Spielrechts in der 2. Bundesliga angezeigt hat. Um langfristig die Grundlage für eine wirtschaftlich belastbarere Basis zu schaffen, führen die SVHU-Verantwortlichen Gespräche mit der Stadt Norderstedt über die Nutzung der 1500 Zuschauer fassenden Moorbekhalle.

Spielverlauf: 3:0 (6.), 5:2 (10.), 7:2 (12.), 8:3, 11:3 (19.), 11:5, 13:5 (22.), 13:6, 17:6 (27.), 17:9 – 19:11 (36.), 21:13 (39.), 25:13 (43.), 26:14 (44.), 27:15, 27:18 (51.), 30:18 (53.), 30:21 (57.), 32:23.Tore des SV Henstedt-Ulzburg: Martin Laursen (7), Julian Lauenroth (5), Tim Völzke (4), Florian Bitterlich, Pavle Karacic, Tim Stefan, Robert Schulze, Jens Thöneböhn und Stanislaw Demovic (je 1),
Nico Kibat (1 Siebenmeter).Tabelle (*=Spiel bei Redaktionsschluss nicht beendet): 1. SC DHfK Leipzig (59:13 Punkte/1018:877 Tore), 2. TV Bittenfeld (51:21/1025:906), 3.* ThSV Eisenach (50:20/1060:935), ..., 12. HC Empor Rostock (33:39/979:1031), 13. TV 1893 Neuhausen (31:41/928:909), 14. SV Henstedt-Ulzburg (31:41/942:989), 15. TUSEM Essen (30:42/871:921),
16.* TSV Bayer Dormagen (25:45/895:971), 17. HG Saarlouis (25:47/960:1041), 18. TV 05/07 Hüttenberg (17:55/886:959), 19. Eintracht Hildesheim (16:56/924:1033), 20. GSV Eintracht Baunatal (5:67/826:1092).