Norderstedt
Todesfelde

SVT-Kapitän Dominik Lembke beendet Karriere

Todesfelde.  Für keinen anderen Fußballclub als den SV Todesfelde hat Dominik Lembke jemals ein Spiel absolviert. Er stieg mit dem Verein in die Schleswig-Holstein-Liga auf, gewann Pokale, nahm am Hallenmasters teil – weit über 300-mal war er im Einsatz. Doch die Partie beim TSV Schilksee war nicht nur der Saisonausklang, sondern für den 30 Jahre alten Kapitän und langjährigen Abwehrchef auch die Abschiedsvorstellung.

Lembkes Karriere ging mit seiner Auswechslung in der 89. Minute zu Ende. Es war ein besonderer Moment, der noch dadurch verschönert wurde, dass der SVT den neuen Meister der höchsten Landesklasse mit 1:0 (1:0) bezwingen konnte, seine Rekordmarke auf
59 Punkte ausbaute und im Endklassement auf Rang fünf landete.

Nur ein kleiner Kreis war über Lembkes Entscheidung eingeweiht, die Mannschaft erst unmittelbar vor dem Anpfiff. „Da fielen die Kinnladen herunter“, sagte Trainer Sascha Sievers, „aber es ist ein optimaler Zeitpunkt.“ Denn es ist zumindest nicht ausgeschlossen, dass es Lembke schon in der nächsten Spielzeit schwer gehabt hätte, seinen Platz im Team zu behalten. Darüber wurde intern offen gesprochen. Sievers: „Niemand verkörpert den
SV Todesfelde so wie Dominik. Wir wollten nicht die Situation erleben, dass er sportlich aufs Abschiebegleis geschoben wird.“

Verein und Spieler fanden eine elegante Lösung. „Ich werde ins Trainerteam wechseln“, so der Verteidiger. Er soll sich vermehrt um den U23-Perspektivkader des SVT kümmern, die Bereiche Sichtung und Scouting ausfüllen. Für den Sommer ist zudem ein Abschiedsspiel angedacht, eventuell anlässlich der Eröffnung der neuen Tribüne Ende Juli.

Handlungsbedarf in der Abwehr sieht Sascha Sievers momentan nicht. Mit Lennard Koth, Daniel Beyer, Florian Petzold, dem aus der A-Jugend kommenden Yannick Chaumont und dem vermutlich neuen Mannschaftskapitän Daniel Schumacher gebe es genügen Akteure für die zentralen Positionen in der Defensive.

Tor: 0:1 Daniel Schumacher (26.).SV Todesfelde: Du Preez – Piper, Koth, Lembke(89. Beyer), Hamann – Schumacher – Sixtus, Hein,
S. Bruhn (66. Lübcke), Fröhlich – Studt (72. Liebert).