Norderstedt
Bremen

Oliver Zebolds sammelt in Bremen unvergessliche Eindrücke

Bremen. Oliver Zebold hatte es einfach mal versucht. Der Fußballer des SV Todesfelde, einer der besten Torjäger in der Schleswig-Holstein-Liga, gab im Herbst 2014 seine Bewerbung ab, er wollte mit der von Sponsor Targobank initiierten „Helden-11“ als einer von 18 Amateuren im Weserstadion gegen die Bundesligamannschaft des SV Werder Bremen kicken. In seinem Steckbrief verriet Zebold, dass er unbedingt gegen den Cousin seiner Freundin Carina, den gebürtigen Leezener Janek Sternberg, spielen wolle.

Vielleicht war diese kleine Info ausschlaggebend. Zebold, ein glühender Anhänger des SVW, erlebte sein persönliches Werder-Wochenende: Unterkunft im Hotel mit Blick auf den Hafen, Führung durch das Clubmuseum, professionelle Trainingseinheiten mit Frank Ordenewitz und Fitnesscoaches. Die bunte Truppe aus dem ganzen Bundesgebiet sollte sich fühlen wie Stars. Wobei Zebold, der zuletzt aufgrund eines Bandscheibenvorfalls ausgefallen war, zunächst einmal etwas anderes verspürte.

„Ich hatte ja sechs Wochen nichts gemacht und am nächsten Morgen einen solchen Muskelkater, dass ich kaum aufstehen konnte.“ Der Schmerz ging aber vorüber – spätestens, als der Werder-Teambus am Hotel vorfuhr, die Fan-Mannschaft einsammelte und im Stadion absetzte. Dort wartete schon die Bremer Legende Torsten Frings, an diesem Tag Cheftrainer der „Helden“.

Auf dem Platz gab es dann Anschauungsunterricht der Profis; beim deutlichen 11:2 waren unter anderem Franco di Santo, Sebastian Prödl, Felix Kroos sowie Theodor Gebre Selassie mit dabei – und Janek Sternberg, der sich gleich seinem Kumpel gegenübersah. Zebold: „Er wollte mich tunneln, doch das habe ich eiskalt verteidigt. Sonst ging bei uns aber gar nix.“