Norderstedt
FUSSBALL

Am letzten Spieltag kommt es auf jeden Treffer an

Alexander Baranov (l.) im Zweikampf mit Stefan Schäfer vom Großenasper SV

Alexander Baranov (l.) im Zweikampf mit Stefan Schäfer vom Großenasper SV

Foto: Thomas Maibom

Spitzenreiter Fetihspor Kaltenkirchen und die SG Bornhöved/Schmalensee haben jeweils 73 Punkte. Beide Teams trennen nur zwei Tore.

Kaltenkirchen. Die Ausgangslage ist trügerisch. Wer nach dem vorletzten Spieltag Spitzenreiter ist, hat normalerweise alle Trümpfe in der Hand. Doch wer im Falle der Fußball-Kreisliga Segeberg genau hinschaut, merkt, dass die Situation für Fetihspor Kaltenkirchen komplex, ja sogar noch einmal komplizierter geworden ist.

Dabei erledigte das Team zunächst seine Pflicht, bezwang den unangenehmen Großenasper SV mit 4:1 (1:0) – also den Gegner, der eine Woche zuvor die zweitplatzierte SG Bornhöved/Schmalensee mit 2:1 bezwungen hatte, sodass die Tabellenführung
Fetihspor quasi in den Schoß fiel.

In Bornhöved krachte es im Anschluss, die Mannschaft sprach sich gegen Coach Thomas Eggers aus, der daraufhin gehen musste und von seinem Vorgänger Ulf Heinrich abgelöst wurde. Trotz – oder wegen? – des Trainerwechsels siegte die Spielgemeinschaft gegen den FFC Nordlichter Norderstedt (3:1), hat damit wie Fetihspor 73 Zähler – nur zwei Tore trennen die Aufstiegsaspiranten.

Nach der Pfingstpause trifft Kaltenkirchen am letzten Spieltag (31. Mai, 15 Uhr) daheim auf die Nordlichter, während Bornhöved zum SV Westerrade fährt. Und genau diese Konstellation bereitet Fetihspor-Trainer Klaus Kasper Bauchschmerzen. Irritiert registrierte er, dass die Westerrader am Wochenende zu ihrer Partie beim
SSC Phoenix Kisdorf nicht antraten.

„Wenn sie auch gegen Bornhöved nicht antreten, okay. Aber vielleicht spielen sie mit einer Rumpftruppe und lassen sich abschießen. Westerrade und Bornhöved sind ziemlich dick miteinander, ich befürchte da Schlimmes.“

Allerdings sagt Kasper auch: „Wir hatten zwei, drei Chancen, uns abzusetzen, haben gegen Rönnau, Kisdorf und Bornhöved Punkte liegen gelassen. Alles am letzten Spieltag zu regeln, ist immer schwer.“

Immerhin: Der Vizemeister spielt in einer Aufstiegsrunde gegen Teams aus den Kreisen Neumünster und Steinburg einen weiteren Verbandsliga-Startplatz aus, da aus der Schleswig-Holstein-Liga nach dem Klassenerhalt des SV Henstedt-Ulzburg kein Verein in die Verbandsliga Süd-West absteigen wird.