Norderstedt
Todesfelde

Rauschende Kreispokal-Party fordert ihren Tribut

Schleswig-Holstein-LigistSV Todesfelde verspielt gegenEutin 08 einen 2:0-Vorsprung

Todesfelde. Das 1:0 fiel schon nach 50 Sekunden, das zweite Tor nach 17 Minuten – nicht wenige Fans der Fußballer des SV Todesfelde erwarteten nach dem furiosen Beginn der Partie gegen den Tabellenvierten Eutin 08 im letzten Heimspiel vor der Sommerpause ein Schützenfest.

Dazu kam es jedoch nicht, denn der Schleswig-Holstein-Ligist merkte mit zunehmender Dauer, wie die Strapazen des erfolgreichen Kreispokalfinales gegen die Kaltenkirchener TS (3:0) und der ausschweifenden Siegerparty in die Beine krochen. Deshalb war Trainer Sascha Sievers mit dem 2:2 (2:1)-Remis zufrieden.

„Einige Spieler haben bis um 8 Uhr durchgefeiert. Trotzdem haben sie alles gegeben, mehr war leider nicht drin. Denn wenn die Kraft fehlt, geht die Konzentration flöten – und nicht mehr alle Pässe kommen an.“ Sein Sturmduo Dennis Studt/Morten Liebert glänzte wenigstens in der Anfangsphase; beide Angreifer trafen und legten sich gegenseitig ihre Tore auf.

Ungehalten reagierte Sievers hingegen auf einen unerwarteten Abgang. Das 19 Jahre alte Mittelfeldtalent Maximilian Kokot wechselt im Sommer zum TuS Hartenholm. „Wir haben mit ihm Geduld aufgebracht. Ich erwarte, dass es die Spieler genauso machen.“ Zwar wurde der frühere Jugendkicker der SG Trave 06 in der Regel nur eingewechselt, er hatte aber auch hochkarätige Konkurrenz.

Die Art und Weise, wie Kokot seine Entscheidung mitteilte, tat ihr Übriges. Sievers: „Er ist gerade auf Abschlussfahrt mit seinem Abiturjahrgang und hat mir eine Stunde vor Spielbeginn eine SMS geschickt.“

Tore: 1:0 Morten Liebert (1.), 2:0 Dennis Studt (17.), 2:1 Yannick Bremser (45.), 2:2 Christian Rave (50./Foulelfmeter).SV Todesfelde: Du Preez – Hamann, Koth, Beyer, Petzold – Lübcke, Schumacher (61. S. Bruhn), Hein, Sixtus – Studt (80. Fröhlich), Liebert (74. Lembke).