Norderstedt
Kaltenkirchen

Kraftlose KT-Fußballer verlieren erstmals nach 15 Spielen

Kaltenkirchen. Jede Stunde Regeneration war Gold wert, die Verbandsliga-Fußballer der Kaltenkirchener Turnerschaft befanden sich nach ihrer 0:3-Niederlage im Kreispokalfinale gegen den SV Todesfelde kräftemäßig im Reservemodus. So sehr, dass Trainer Dominik Fseisi deutliche Worte wählte. „Wenn wir das Spiel gegen den TSV Lägerdorf nicht von Sonnabend auf Sonntag verlegt hätten, dann hätten wir wohl nicht antreten können. Dieser eine Tag mehr hat uns davor bewahrt, komplett auseinanderzufallen.“

Dennoch: Weil sich mit Wladimir Erlenbach (Verdacht auf Kreuzbandriss) und Tobias Kruse (Bänderblessur) zwei Akteure im Cup-Endspiel schwer verletzten und mehr oder weniger die Hälfte des verbliebenen Aufgebots angeschlagen war, fehlte es an den Mitteln, sich gegen die erste Niederlage nach 15 Partien stemmen zu können.

Nach dem 0:2 (0:1) blieb Fseisi angesichts der Umstände besonnen. „Wir hätten das Spiel nicht verlieren müssen, kurz vor dem 0:2 hatte Lukas Freitag noch die Chance zum Ausgleich. Aber ich bin froh, dass diese Aufstiegsgeschichte jetzt vorbei ist.“

Damit bezog er sich auf die Tatsache, dass der VfR Neumünster höchstwahrscheinlich in die Schleswig-Holstein-Liga absteigen wird; damit wäre in dieser Klasse kein Platz mehr frei für den Sieger einer Aufstiegsrunde der vier Verbandsliga-Vizemeister.

Rein rechnerisch könnte die KT allerdings immer noch Tabellenzweiter werden. Eine Voraussetzung hierfür ist, dass der momentan zweitplatzierte TSV Wankendorf seine Nachholbegegnung an diesem Dienstag (20 Uhr, Dorfstraße) beim SV Todesfelde II verliert. Punktet Wankendorf hingegen, wird Kaltenkirchen aufgrund seiner schlechteren Tordifferenz normalerweise nicht mehr vorbeiziehen können, hätte Rang drei aber sicher.

Tore: 0:1 Björn Strüven (36./Foulelfmeter), 0:2 Torge Kunter (85.).Kaltenkirchener TS: Wiermann – Bröcker, Lippke, Seker, Laczkowski (80. Sandersen), Mike – Niemeyer, Geibel-Hoffmann, Mertens (68. Mertens) – Freitag, Ö. Yener (68. Ilenser).