Norderstedt
Frauenfussball

Ein glanzloses Saisonfinale in der Regionalliga Nord

Zweikampf an der Seitenlinie: Kristin Witte (Hamburger SV, l.) attackiert die Henstedt-Ulzburgerin Sarah Stöckmann

Zweikampf an der Seitenlinie: Kristin Witte (Hamburger SV, l.) attackiert die Henstedt-Ulzburgerin Sarah Stöckmann

Foto: Ulrich Stueckler

Zweitliga-Auftsteiger SV Henstedt-Ulzburg besiegt den Hamburger SV mit 2:0 und bleibt damit in der Punktrunde 2014/2015 ungeschlagen.

Henstedt-Ulzburg. Das spielerische Feuerwerk zum Abschluss blieb aus. Die Fußballfrauen des SV Hen­stedt-Ulzburg, die seit ihrem 4:2-Sieg über den FC Bergedorf 85 am 3. Mai als Meister der Regionalliga Nord feststehen, haben ihr letztes Match der Serie gegen den Hamburger SV glanzlos mit 2:0 (2:0) gewonnen. Nachdem die beiden auffälligsten Offensivkräfte des SVHU – Vera Homp sowie Alina Witt mit ihrem 40. Saisontor – per Doppelschlag (12./15.) den frischgebackenen Kreispokalsieger mit 2:0 in Führung gebracht hatten, verflachte die Partie.

Zwar schenkten sich beide Teams nichts, und die zum Derby-Konkurrenten wechselnde Victoria Schulz (HSV) sowie die Henstedt-Ulzburgerin Michelle von Appen mussten verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Doch ein 30-Meter-Freistoß-Lattenkracher der Nor­derstedterinnen durch Fjolla Gara in der 55. Minute blieb bis zum Schlusspfiff die einzige weitere hochkarätige Möglichkeit .

„Wir haben die Führung nur verwaltet. Es wurmt mich, dass wir uns nicht meisterlich präsentiert haben“, sagte Claus Rath. Der SVHU-Coach war vor dem Anpfiff von Mannschaftsführerin Bianca Weech mit einer guten Flasche Rotwein verabschiedet worden und wird künftig die B-Juniorinnen trainieren. Bei der Meisterzeremonie durch die Vorsitzende des SHFV-Frauenausschusses, Sabine Mammitzsch, gab es bei Coach und Mannschaft dann nur noch strahlende Gesichter. Am
2. Juni, 18 Uhr, erfolgt dann noch eine öffentliche Ehrung der Gemeinde durch Bürgermeister Stefan Bauer.

Doch auch die Gäste waren zufrieden. „16 Punkte seit der Winterpause sind ein gutes Ergebnis“, sagte Coach Kay-Ole Schönemann, der künftig wieder das zweite HSV-Team übernimmt. Sein Nachfolger Christian Kroll ist optimistisch:„Wir haben schon 17 Spielerinnen für die neue Saison, jetzt verstärken wir uns punktuell.“ (ust)

Tore: 1:0 Vera Homp (12.), 2:0 Alina Witt (15.).
SV Henstedt-Ulzburg:
Prosch – Schmitt, Schubring (46. Hege), Weech, Michel – von Appen (46. Schoknecht), Marrocu, Engel, Stöckmann – Homp
(79. Kunrath), Witt.
Hamburger SV:
Pohl – Beckert (46. K. Witte), Sielka (76. M. Steen), Knobloch, J. Steen – F. Witte, Zollfrank – Schulz (36. M. Rickert), F. Gara, Kretzschmar – Ogundipe.
Die Tabelle der Regionalliga Nord