Norderstedt
Tischtennis

Sie sind aufgestiegen, doch nun fehlt das Personal

Die Herren der Kaltenkirchener TS sind durch ein 9:4 gegen Oberalster VfW II in die Verbandsoberliga Nord aufgestiegen Hinten v.l.: Robin Wernitz, Frank Meyer, Sebastian Kossen und  Christof Brüning. Vorne v.l.: Bent Holm und Thomas Matthies

Die Herren der Kaltenkirchener TS sind durch ein 9:4 gegen Oberalster VfW II in die Verbandsoberliga Nord aufgestiegen Hinten v.l.: Robin Wernitz, Frank Meyer, Sebastian Kossen und Christof Brüning. Vorne v.l.: Bent Holm und Thomas Matthies

Herrenteam der Kaltenkirchener TS sucht händeringend Spieler für die Verbandsoberliga-Saison 2015/2016. Am 31. Mai ist Meldeschluss.

Kaltenkirchen.  Die erste Tischtennis-Herrenmannschaft der Kaltenkirchener TS hat in souveräner Manier ihr Saisonziel erreicht. Mit einem überraschend deutlichen 9:4-Erfolg im Entscheidungsspiel gegen das zweite Team des Oberalster VfW machte der Vizemeister der Verbandsliga Schleswig-Holstein den angestrebten Aufstieg in die Verbandsoberliga Nord perfekt. Ganz ungetrübt war die Freude der KT-Cracks, die ihren Triumph im griechischen Restaurant Zorbas feierten, indes nicht. Grund: Es gestaltet sich sehr schwierig, für die Serie 2015/2016 ein konkurrenzfähiges Team auf die Beine zu stellen.

Alexander Huck (steht zwar auf der Meldeliste, fällt aus beruflichen Gründen aber mindestens in der ersten Halbserie aus) und Sebastian Kossen (will sich auf seinen Job als Jugendtrainer konzentrieren und wechselt zum SV Friedrichsgabe) hinterlassen Lücken, die kaum zu schließen sind. Daran ändert auch die Verpflichtung von Routinier Darius Gut (bisher SV Friedrichsort II) nichts.

„Aktuell besteht unser Kader nur aus fünf Mann, und wir brauchen dringend Verstärkung für das obere Paarkreuz“, sagte Mannschaftskapitän Frank Meyer, „aber es ist nahezu unmöglich, jemanden zu finden, der gut Tischtennis spielt, nicht zu teuer und außerdem auch noch nett ist.“

Aufgestiegen – doch was nun? Die langjährigen Leistungsträger Tomasz Struginski und Wilhelm Krüger haben den Kaltenkirchenern bereits eine Absage erteilt. Die Vereinsverantwortlichen lassen gegenwärtig zwar die Telefondrähte glühen, holen sich aber einen Korb nach dem andern. Bis zum Sonntag, 31. Mai, hat die KT noch Zeit, um Neuzugänge mit Verbandoberliga-Niveau zu holen, dann müssen Personen präsentiert werden – keine angenehme Situation. Meyer: „Die Uhr tickt, es wird verdammt eng.“

Wesentlich erfreulicher war da der Verlauf der Partie gegen Oberalster II. Mit einer geschlossenen Teamleistung ließ die KT den Gästen in eigener Halle vor 45 begeisterten Zuschauern keine Chance. Zwar gingen zwei der drei Eingangsdoppel verloren, doch in den anschließenden Einzeln waren die Kal­tenkirchener klar überlegen. Zum Matchwinner wurde dabei ausgerechnet ein Akteur, den vor dem ersten Ballwechsel niemand auf der Rechnung hatte: Ersatzmann Robin Wernitz, der kurzfristig für Alexander Huck eingesprungen war und künftig für den Wiker SV schmettern wird, setzte sich in seinem Einzel gegen Peter Rückert im fünften Satz nach 3:8-Rückstand noch mit 12:10 durch. „Ein ganz starker Auftritt von Robin, sein Punkt war der Genickbruch für unseren Gegner“, sagte Frank Meyer.

Kaltenkirchener TS – Oberalster VfW II 9:4 (33:19 Sätze).
Doppel: Thomas Matthies/Frank Meyer – Mathias Ebell/Peter Rückert 12:10, 8:11, 15:13, 11:6; Christof Brüning/Robin Wernitz – Nico Schild/Peter Hartmann 11:9, 7:11, 7:11, 10:12; Sebastian Kossen/Bent Holm – Thomas Ott/Rainer Knappek 6:11, 6:11, 11:5, 5:11.
Einzel:
Brüning – Schild 11:5, 11:7, 11:7; Matthies – Ebell 6:11, 13:11, 11:6, 15:17, 5:11; Kossen – Hartmann 11:9, 11:7, 7:11, 11:6; Holm – Ott 7:11, 11:9, 11:9, 11:1; Meyer – Knappek 11:6, 6:11, 11:5, 11:4; Wernitz – Rückert 7:11, 11:9, 11:6, 6:11, 12:10; Brüning – Ebell 11:7, 10;12, 5:11, 11:7, 4:11; Matthies – Schild 11:4, 11:4, 11:6; Kossen – Ott 11:5, 11:9, 11:8; Holm – Hartmann 11:2, 8:11, 11:5, 12:10.