Norderstedt
Fußball

SV Henstedt-Ulzburg schafft klare Verhältnisse im Derby

Zusammentreffen mit Folgen: Miché Makomé (Mitte) zieht sich bei der Kollision mit Hartenholms Keeper Felix Rathjen eine Verletzung des rechten Knies zu und muss bereits in der 38. Minute ausgewechselt werden

Zusammentreffen mit Folgen: Miché Makomé (Mitte) zieht sich bei der Kollision mit Hartenholms Keeper Felix Rathjen eine Verletzung des rechten Knies zu und muss bereits in der 38. Minute ausgewechselt werden

Foto: Thomas Maibom

Schleswig-Holstein-Ligist feiert 2:0-Heimerfolg über TuS Hartenholm. SV Todesfelde stellt mit Sieg bei Angeln 02 Vereinsrekord auf.

Henstedt-Ulzburg.  Die bis dahin fade Partie in der Schleswig-Holstein-Liga zwischen SV Henstedt-Ulzburg und TuS Hartenholm bedurfte zweier Paukenschläge in der 38. und 42. Minute, um zum packenden Derby zu werden. Dann aber bekamen die
180 Fans genug Chancen und Zweikämpfe geboten, um nach einigen kalten Regenschauern dennoch zufrieden den Platz am Schäferkampsweg zu verlassen – sofern sie denn Anhänger der Mannschaft von SVHU-Coach Jens Martens waren. Diese bejubelte nach dem Abpfiff durch Schiedsrichter Yannick Meyer (Lübeck) ihren verdienten 2:0 (1:0)-Heimsieg und hat nun vier Punkte Vorsprung auf Abstiegsrang 15.

Auf die erste belebende Maßnahme hätten die Gastgeber jedoch gerne verzichtet. Miché Makomé versuchte, einen weiten Abschlag des wieder sehr sicheren SVHU-Keepers André Zick zu erlaufen. Es gelang ihm auch kurz hinter der Hartenholmer Strafraumgrenze – dummerweise zeitgleich mit dem her­ausgeeilten Gäste-Schlussmann Felix Rathjen. Bei der elfmeterverdächtigen Kollision beider Akteure verdrehte sich Makomé das rechte Knie und musste ausgewechselt werden.

Es folgte einer der seltenen Einsätze von Stand-by-Akteur Sascha Schwarzwald. „Sascha und ich stehen ständig in Kontakt. Auch ohne Training bei uns im Teamverbund weiß ich, was ich von ihm aufgrund seiner Routine und seines Jobs als Fitnesscoach erwarten kann“, so Jens Martens, der den 30-Jährigen für Makomé brachte. Eine gute Wahl, schließlich sorgte Schwarzwald mit seiner Erfahrung für Sicherheit im stetig gefährlicher werdenden SVHU-Angriff und belohnte sich in der 54. Minute mit dem Treffer zum 2:0 für einen starken Auftritt.

Doch mit dem eigentlichen Brustlöser, dem Führungstor (42.) hatte Schwarzwald nichts zu tun. Es blieb dem auf der Sechserposition aufgebotenen Samir Kabashi vorbehalten, seine exzellente Schusstechnik zu demonstrieren. Nach einer von den Hartenholmern schlecht geklärten Ecke nahm der 21-Jährige aus rund
25 Metern in zentraler Position Maß und hämmerte den Ball nach einmaligem Auftippen in die Maschen.

Die Gäste, die außer Aaron Meyerfeldts Großchance (77.) erst in den Schlussminuten gefährlich vors des SVHU kamen, konnten von solchen Aktionen nur träumen. „Wir sind ein Schatten unserer selbst, haben einfache Pässe nicht an den Mann bekommen und leben von den Punkten aus der Hinrunde“, sagte Gästetrainer Jörg Schwarzer.

Der Tabellenfünfte SV Todesfelde feierte auch ohne Goalgetter Oliver Zebold (Bandscheibenvorfall) einen
6:1 (2:0)-Kantersieg gegen Schlusslicht FC Angeln 02. „Wir hätten sogar noch wesentlich höher gewinnen können“, sagte SVT-Coach Sascha Sievers.
Die spielfreudigen Hausherren scheiterten aber immer wieder am guten Gästekeeper Tore Wächter.

Mit nun 52 Punkten hat der SV Todesfelde einen neuen Vereinsrekord auf Schleswig-Holstein-Liga-Ebene aufgestellt. „So gut waren wir zu diesem Zeitpunkt noch nie, seit wir in dieser Klasse spielen“, sagte Sievers, „und wir wollen die Bestmarke am kommenden Sonnabend mit einem Auswärtserfolg beim Tabellenvorletzen TSV Bordesholm noch weiter nach oben schrauben.“