Norderstedt
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Eintracht kassiert historische Pleite beim VfL Wolfsburg

Norderstedter Fußballer sind völlig chancenlos beim 0:6 gegen den Regionalligameister

Norderstedt. Mit vorsichtigem Optimismus waren die Fußballer von Eintracht Norderstedt zum amtierenden Regionalligameister VfL Wolfsburg II gefahren, mit einem veritablen Desaster im Gepäck sind sie heimgekehrt. Nach 25 Minuten brach das Team auseinander, in die Halbzeit gingen die Spieler mit einem uneinholbaren Rückstand, am Ende wurde es sogar historisch: Das 0:6 (0:4) ist die höchste Pleite, die ein erstes Männerteam des Vereins bisher einstecken musste. Sie ist negativer Höhepunkt zweier miserabler Wochen – zuvor hatten das Pokal-Aus in Buchholz sowie die erste Heimniederlage seit Oktober gegen Flensburg die Stimmung merklich getrübt.

In Wolfsburg gab es nichts zu beschönigen. „Die waren eine Nummer zu groß für uns“, sagte Trainer Thomas Seeliger. Dabei hatte der VfB Lübeck, also ein Konkurrent von ähnlichem Format wie Norderstedt, Anfang März nach Rückstand noch mit 3:2 bei den niedersächsischen Jungprofis gewonnen. Unantastbar wäre der VfL also nicht gewesen. Doch weder Tagesform noch Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten stimmten offenbar bei der Eintracht, schon der erste Nackenschlag, das 0:1 in der 26. Minute war zu viel.

So konnte die individuelle Klasse der „Wölfe“ zu keinem Zeitpunkt wettgemacht werden. „Es gibt Parallelen zu dem Heimspiel gegen Werder Bremen II, als wir in 15 Minuten vier Tore kassiert haben“, sagte Thomas Seeliger. Das 0:5 im vergangenen Herbst war übrigens – gemeinsam mit drei weiteren derartigen Resultaten – die bisherige Rekordniederlage.

Mit einem 5-4-1 wollten die Garstedter kompakt stehen und kontern, ein ähnliches System hatte sich gegen Hannover 96 II in diesem Jahr als erfolgreich erwiesen. Doch Hannover ist eben nicht Wolfsburg, das gilt in der ersten wie in der vierten Liga. Seeliger: „Jeder Fehler von uns wurde gnadenlos bestraft. Das Ergebnis geht von der Höhe in Ordnung. Aber wir werden auch wieder Punkte holen, die Mannschaft wird sich aus dieser Situation herausziehen.“

Tore: 1:0 Clifford Aniteye (26./Eigentor), 2:0 Paul Seguin (33.), 3:0 Robert Herrmann (35.), 4:0 Paul Seguin (43.), 5:0, 6:0 Amin Affane (61.; 72./Foulelfmeter).

Eintracht Norderstedt: Höcker – Heinemann, Aniteye, Rose, Bojadgian, Lindener (46. Güner) – Kunath, Browarczyk (76. Ghazaryan), Koch, Kummerfeld (46. Pressel) – Meyer.