Norderstedt
Henstedt-Ulzburg

Mirlinda Hani erzielt in letzter Sekunde das 26:25

SVHU-Handballfrauen zittern sich zu Auswärtserfolg in Schwerin

Henstedt-Ulzburg. Neun Sekunden waren noch zu absolvieren, als Sebastian Schräbler, der Trainer der Drittliga-Handballfrauen des SV Henstedt-Ulzburg, in der Auswärtsbegegnung beim Tabellenletzten SV Grün-Weiß Schwerin zur Grünen Karte griff und eine Auszeit nahm. Beim Zwischenstand von 25:25 gab der Coach noch einmal konkrete Anweisungen: Sein Team sollte mit unkonventionellen Laufwegen die gegnerische Deckung irritieren und so eine letzte Wurfchance generieren.

Das Vorhaben gelang: Linksaußen Mirlinda Hani lief Richtung Kreis ein, fing den präzisen Pass von Marleen Völzke, zog energisch ab und machte mit dem Schlusspfiff den Zittersieg des SVHU perfekt. Schräbler: „Es war kein schönes Spiel, aber wir haben die erhofften beiden Punkte geholt.“

Die Henstedt-Ulzburgerinnen, die sich mit nun 19:19 Zählern auf den sechsten Tabellenplatz verbesserten, ließen in der Sporthalle Fridericianum viele Wünsche offen. „Die taktische Ansage für die erste Halbzeit war, aus einer sicheren Abwehr heraus schnelle Gegenstöße zu starten. Das ist uns jedoch nur zweimal gelungen“, so der Coach.

Nach der Pause stand die Defensive des SVHU zwar etwas stabiler, doch nun häuften sich die Fehler im Positionsangriff. „Letztendlich lag es nur an unseren eigenen Schwächen, dass die Partie bis zum Schluss umkämpft war“, sagte der Coach.

Ähnliches soll sich am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen den Tabellenzwölften MTV Altlandsberg (15.30 Uhr, Maurepasstraße) nicht wiederholen. „Da ist ein weiterer Sieg Pflicht, und wir müssen vor allem endlich mal ein überzeugendes Spiel machen.“

Tore des SV Henstedt-Ulzburg: Laura Neu (10/davon 7 Siebenmeter), Tina Pejic, Mirlinda Hani (beide 5), Annika Fimmen (3), Janne Hübner (2), Marleen Völzke (1).