Norderstedt
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Fußballverbot für Juri Marxen

Eintracht-Youngster hat Rückenprobleme. Regionalligist spielt am 8. Februar in Oldenburg um Punkte

Norderstedt. Was macht eigentlich Juri Marxen? Diese Frage haben sich im Verlauf der bisherigen Saison viele Fans von Fußball-Regionalligist Eintracht Norderstedt gestellt. Der mittlerweile 20-Jährige gilt eigentlich als eines der größten Talente im Verein, er debütierte 2013 kurz nach seinem 18. Geburtstag in der Oberliga und stand in der Regionalliga-Aufstiegsrunde auf dem Feld; der Durchbruch auf der Position des rechten Verteidigers schien dem Youngster gelungen zu sein. Mit seiner Dynamik und seinem bissigen Zweikampfverhalten war er geradezu prädestiniert für die Außenbahn. Und liebend gerne hätte Trainer Thomas Seeliger den Rohdiamanten auch weiterhin gefördert.

Doch Juri Marxen muss seit August 2014 mit dem Fußball pausieren, an reguläres Training oder gar Pflichtspiele ist nicht mehr zu denken. Während der Sommervorbereitung machten sich bei ihm Rückenprobleme bemerkbar. Kurz darauf stand nach einer MRT-Untersuchung die bittere Diagnose fest: doppelter Bandscheibenvorfall, striktes Sportverbot.

Für das Eigengewächs der Eintracht begann eine quälende Zeit, deren konkretes Ende noch nicht abzusehen ist. „Die Schmerzen sind zwar nicht so stark. Aber mir ist sogar verboten worden, zu laufen. Ich darf nur etwas machen, was den Rücken nicht erschüttert – Fahrradfahren oder Crosstraining. Ich bekomme jetzt dazu noch spezielle Kieser-Rückengeräte.“

Ein Comeback in dieser Serie ist unwahrscheinlich, doch grundsätzlich hat Juri Marxen keinesfalls mit dem Leistungsfußball abgeschlossen. „Ich habe noch eineinhalb Jahre Vertrag in Norderstedt und werde alles tun, um wieder fit zu werden. Ich habe nicht vor, grundsätzlich aufzuhören. So ein Bandscheibenvorfall kann auch wieder abklingen.“ Vorsichtig hofft er daher, vielleicht im Sommer wieder einsteigen zu können.

Ohne Marxen gewann die Eintracht ihr Testspiel gegen den SC Condor (Oberliga Hamburg) standesgemäß mit 3:1 (0:0). Das Team von Thomas Seeliger war auf dem Kunstrasen an der Ochsenzoller Straße bis auf eine Szene jederzeit Herr der Lage. Der Treffer der Gäste zum zwischenzeitlichen 1:1 in der 55. Minute resultierte aus einer Unaufmerksamkeit der Norderstedter Hintermannschaft. Torschützen für die Hausherren waren der zu den Garstedtern zurückgekehrte Nick Scharkowski (47.), Erdinc Güner (61.) und Dane Kummerfeld (77.).

Während das Vorbereitungsprogramm auf die zweite Saisonhälfte planmäßig verläuft, muss der Tabellenachte der Regionalliga hinsichtlich seiner Pflichtspieltermine erneut umdisponieren. Das ursprünglich für Sonnabend, 7. Februar, angesetzte Auswärtsmatch bei der U23 von Hannover 96 wird zum dritten Mal verlegt, die Niedersachsen ziehen stattdessen das Hochsicherheitsspiel gegen Eintracht Braunschweig II vom 28. Februar auf diesen Tag vor.

Thomas Seeliger: „Wir haben uns mit Hannover darauf geeinigt, das Heimrecht zu tauschen und werden die Partie nun am Mittwoch, 18. Februar, in Norderstedt austragen.“ Um den Deal perfekt zu machen, fehlt allerdings noch die Zustimmung der Polizei.

Sicher ist indes, dass die Begegnung zwischen dem VfB Oldenburg und Eintracht Norderstedt nun schon am Sonntag, 8. Februar, ausgetragen wird. Grund für die Verlegung: Das Marschwegstadion ist am 8. März belegt.