Norderstedt
Henstedt-Ulzburg

Dem Spitzenreiter Paroli geboten

Schleswig-Holstein-Liga-Fußballer des SVHU scheitern gegen Eutin 08 an ihrer Chancenauswertung

Henstedt-Ulzburg. Im Hinspiel bei Eutin 08, dem Tabellenführer der Fußball-Schleswig-Holstein-Liga, war Aufsteiger SV Henstedt-Ulzburg am 13. August noch chancenlos gewesen. Nun, drei Monate später, verlor der SVHU auf eigenem Platz zwar erneut, und zwar mit 0:2 (0:1) statt 0:3. Doch die Partie verlief ganz anders als der erste Vergleich.

„Ich habe hinterher der Mannschaft gesagt, dass sie jetzt so weit ist, um gegen ein Spitzenteam mithalten zu können“, sagte Trainer Jens Martens, der kurzfristig Innenverteidiger Florian Geertz (Achillessehnenprobleme) durch Jannik Döhring ersetzen musste. „Mein Eutiner Trainerkollege Mecki Brunner hat mir bestätigt, dass wir uns klar weiterentwickelt haben. Meiner Ansicht nach waren wir von der 70. Minute bis zum Schluss sogar feldüberlegen.“

Dass der gelungene Auftritt den Gastgebern nichts Zählbares einbrachte, lag vor allem an der mangelhaften Chancenverwertung des SVHU. Während die Gäste so routiniert und kaltschnäuzig waren, in der 13. Minute einen Abpraller nach einem Einwurf per Direktschuss von Florian Schumacher zur Führung zu nutzen, ließen die Henstedt-Ulzburger in der ersten Halbzeit gleich drei Großchancen ungenutzt.

Jannick Martens verfehlte nach 15 Minuten aus halblinker Position nur um Haaresbreite den langen Pfosten. Dann scheiterte Maciej Kwiatkowski, den Martens nach seiner guten Leistung beim 2:1-Auswärtserfolg gegen den PSV Neumünster auf der Sechserposition beließ, knapp mit einem 20-Meter-Kracher (26.). Und drei Minuten vor dem Pausenpfiff setzte Thilo Pajewski nach einer Ecke von Jannick Martens und Verlängerung durch Nils Großmann einen Kopfball nur auf die Querlatte.

In der Schlussphase nutzte Eutins früherer Profikicker Clemens Lange (FC St. Pauli, Hansa Rostock II, VfB Lübeck) seine einzige Konterchance, um den 0:2-Endstand (86.) herzustellen. Doch wer weiß, ob die Partie nicht völlig anders verlaufen wäre, wenn SVHU-Angreifer Miché Makomé gleich in der 1. Minute einen möglichen Elfmeter für den Rempler gegen ihn im Gästestrafraum zugesprochen bekommen hätte.

„Miché hätte schon einige Schritte früher den Abschluss mit seinem starken rechten Fuß suchen müssen“, sagte Jens Martens, „in der zweiten Halbzeit war Eutin 08 dann zu abgezockt, um noch mehr zuzulassen. Dennoch: Diese Partie sollte uns Mut für die Zukunft machen.“

Tore: 0:1 Florian Schumacher (13.), 0:2 Clemens Lange (86.).SV Henstedt-Ulzburg: Zick – Höche, Großmann, Döhring, Weidemann – Wittke, Kwiatkowski – Pajewski, Alioua (80. Friedrich), Makomé – Martens.