Norderstedt
Hamburg

Mühsames Remis in Bramfeld

Fußballfrauen des SV Henstedt-Ulzburg kommen nicht über ein 2:2 hinaus. HSV gewinnt 2:0

Hamburg. Jetzt wissen die Regionalliga-Fußballfrauen des SV Henstedt-Ulzburg, wie Nachbar Hamburger SV am ersten Spieltag gegen Aufsteiger Bramfelder SV mit 0:3 untergehen konnte. Zwar entführte das Team von Trainer Claus Rath aus Steilshoop beim 2:2 (1:1)-Remis einen Punkt, doch es hatte 90 Minuten lang dasselbe Problem wie der Lokalrivale.

Dieses heißt Maria Albrecht und ist die Sturmspitze des Bramfelder SV. „Auf sie ist alles zugeschnitten, sie wird mit langen Bällen gefüttert und sorgt stets für Gefahr“, sagte Rath, „das haben wir nie unterbinden können.“

So überwindet die schnelle Hamburgerin mit Leichtigkeit die gegnerischen Abwehrreihen, wenn diese nicht gut gestaffelt stehen, und zwingt Torhüterinnen zu halsbrecherischen Aktionen. Eine solche brachte zuletzt HSV-Keeperin Saskia Schippmann Rot; diesmal sah Henstedt-Ulzburgs Schlussfrau Julia Prosch für für ihre Rettungstat in der 22. Minute die Gelbe Karte.

Dabei stellten die Gäste mit Alina Witt und Tammy Hentze ebenfalls ein schnelles und quirliges Sturmduo, das seinerseits die Bramfelderinnen beständig unter Druck setzte. Doch nach Großchancen für Michelle von Appen (16.) und Witt (20.) rächte sich, dass der SVHU die Möglichkeiten nicht nutzte. Maria Albrecht traf aus dem Nichts zur Bramfelder Führung (20.).

Auch danach drückten die Henstedt-Ulzburgerinnen weiter und kamen durch Tammy Hentze per Abstauber zum Ausgleich (39.); Alina Witt setzte das 2:1 (77.) drauf, nachdem sie in der Mitte freigespielt worden war. „Aber wir haben in der letzten halben Stunde keinen Zugriff auf den Gegner bekommen“, so Rath über die Entwicklung des 2:2 durch Nurdan Üstün (83.). „Da haben wir in Überzahl die entscheidende Flanke nicht verhindert.“

Passend dazu gab’s noch die Gelb-Rote Karte für Alina Witt in der 90. Minute. Die Stürmerin hatte lautstark eine Aktion von Verteidigerin Verena Hildebrandt reklamiert. Ausgerechnet die BSV-Spielerin, gegen die sie sich in der ersten Halbzeit schon Gelb wegen Foulspiels eingehandelt hatte. Rath: „Alina wird uns im nächsten Spiel sehr fehlen.“

Dagegen kann sein Kollege Ralf Schehr dem weiteren Saisonverlauf ausgesprochen optimistisch entgegenblicken. Beim 2:0 (1:0)-Sieg der von ihm trainierten HSV-Frauen beim SV Werder Bremen II registrierte der Coach zufrieden, dass auch der zweite Anzug seines Teams passt.

Ohne die gesperrte Keeperin Schippmann sowie die angeschlagenen Finja Witte, Henrike Zollfrank, Marilén Bistricianu, Mathilda Weisse, Michelle Beckert und Alina Ogundipe in der Anfangsformation erspielte sich der HSV ein Chancenplus von 12:2 . Sebnem Dairecioglu (7.) und die kurz zuvor eingewechselte Ogundipe (86.) machten den Auswärtserfolg perfekt.

Bramfelder SV – SV Henstedt-Ulzburg 2:2 (1:1). SVHU: Prosch – Michel, Weech, Schubring, Hege – Schulz, Marrocu, Engel, von Appen (79. Diekhoff) – Witt, Hentze (81. Hilmer). SV Werder Bremen II – Hamburger SV 0:2 (0:1). HSV: Pohl – Steen, Sielka, Knobloch, K. Witte (43. Weisser) – Michel, Gara – Dairecioglu, Diekhoff (82. Ogundipe), Kretzschmar – Schulz (82. Bistricianu).