Norderstedt
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HSV-Mädchen stürmen zum Sieg

Fußball-B-Juniorinnen deklassieren im ersten Bundesligamatch den 1. FC Lübars mit 5:2. Eintracht-Nachwuchs verliert Punkte durch späte Gegentore

Norderstedt. Die Fußball-B-Juniorinnen des Hamburger SV sind mit einem überzeugenden 5:2 (3:0)-Heimsieg über den 1. FC Lübars in die Bundesliga Nord/Nordost gestartet. Anders als in der Saison 2012/2013, nach der die Norderstedterinnen als Vorletzter sofort wieder den Weg aus dem Oberhaus zurück in die Hamburger Verbandsliga antreten mussten, soll dieser Auftakterfolg aber kein Strohfeuer bleiben. Die HSV-Mädchen sind gekommen, um zu bleiben.

„Dazu gehört auch, dass jetzt kein Übermut aufkommen wird“, sagte Trainer Jasko Mahmutovic, „ich predige seit Wochen, dass auf uns 18 Endspiele zukommen, dass jede Partie gleich angegangen wird, wir kein Spiel vorab verloren geben und keinen Kontrahenten unterschätzen dürfen.“

Doch für Leichtfertigkeit gibt es aktuell keine Anzeichen. Im Spielaufbau gegen den Mitaufsteiger aus Berlin ging der HSV abgeklärt zu Werke. Die Gastgeberinnen dominierten im ersten Spielabschnitt nach Belieben und erspielten sich durch Tore von Emma Burdorf-Sick sowie den Treffer von Andrea Büthje die verdiente Halbzeitführung. Mahmutovic: „Ich hatte angesagt, dass wir unbedingt unsere eigene Taktik umsetzen und nicht auf den Gegner reagieren – Lübars sollte sich an uns anpassen.“

Dass dieses gelang, wusste Gästetrainerin Sandra Ritschel zu relativieren. „Wir spielen mit vielen Mädchen des jüngeren Jahrgangs, das Team muss sich noch finden. In der zweiten Hälfte wollten wir auf die HSV-Spielweise reagieren und haben das ja auch geschafft.“

So genügte dem 1. FC Lübars ein Konter kurz nach dem Wiederanpfiff, um die HSV-Abwehr auszuhebeln. Doch der Anschlusstreffer der Gäste durch Gwendolyn Mummert (43.) brachte die HSV-Mädchen nicht aus dem Tritt. Sie drückten weiter und machten durch Carla Morich (48.) und Silvana Kempka (56.) und Nina Peters (59.) überzeugend klar, dass der Sieger der Partie nur HSV heißen würde.

U17 und U15 von Eintracht Norderstedt verpassen die ersten Saisonsiege

Für die U17 von Eintracht Norderstedt verlief auch der zweite Spieltag in der B-Junioren Regionalliga Nord unbefriedigend. Eine Woche nach dem 0:1 gegen den SC Concordia II hatte das Team von Coach Kemal Mimaroglu mit dem SV Nettelnburg/Allermöhe erneut einen Hamburger Gegner zu Gast an der Ochsenzoller Straße. Und wieder verpasste der Garstedter Nachwuchs einen Heimsieg, auch wenn das 1:1 (0:0) wenigstens den ersten Punkt brachte.

Dabei hatte Ilyaz Senay die Eintracht in der 44. Minute zunächst mit einem an ihm verursachten Foulelfmeter in Führung gebracht. In der Folge gelang es jedoch nicht, mit dem 1:0 im Rücken das Geschehen zu kontrollieren und die Konter konzentriert vorzutragen. „Wir haben einfach keinen Fußball mehr gespielt“, sagte Trainer Mimaroglu. Nettelnburg verdiente sich das Remis, als der eingewechselte Arian Dragolj einen Freistoß aus dem Halbfeld entscheidend verlängerte (76.).

„Die Jungs sind sehr enttäuscht, weil sie so lange geführt haben“, so Mimaroglu. Die nächste Chance auf den ersten Saisonsieg bietet sich am Sonnabend beim dritten Derby in Folge – diesmal auswärts beim Niendorfer TSV (16 Uhr, Sachsenweg).

Auch die C-Junioren (U15) der Eintracht kassierten in ihrer Regionalliga-Begegnung beim TSV Havelse einen späten Gegentreffer. Dieser war allerdings noch bitterer, handelte es sich doch um einen unberechtigten Foulelfmeter zum 1:2 (0:0)-Endstand in der Schlussminute (70.). „Eine klare Fehlentscheidung des Schiedsrichters. Marc-Oliver Timm hat zwar ein Foul begangen, das war aber klar außerhalb des Strafraums, was auch die Havelser so gesehen haben“, sagte Norderstedts Coach Sebastian Günther.

Ebenfalls ärgerlich: Nach dem 1:0 von Kevin Boartey Akpi (40.) hatte seine Mannschaft kurzzeitig klare Vorteile und hätte ein 2:0 nachlegen können. Die nächste Partie der U15 findet erst am 4. Oktober statt – dann auswärts beim VfB Lübeck.