Norderstedt

VfR Neumünster ist ein Team im Umbruch

Quasi bis zur letzten Minute vor dem Anpfiff an diesem Freitag stricken die Verantwortlichen des VfR Neumünster an ihrem Regionalligakader.

So präsentierte der Club in den letzten Tagen zwei weitere Neuzugänge – Nils Winter kommt vom VfL Wolfsburg II, Kevin Pino Tellez aus der U19 von Rot-Weiss Essen.

Seit Ende der letzten Saison, die der VfR auf einem unbefriedigenden, für den Klassenerhalt aber gerade noch ausreichenden 15. Platz beendete, ist viel Bewegung in den Kader gekommen. Gleich elf Akteure haben sich verabschiedet, darunter zwei Drittel der Stammelf wie etwa Flügelstürmer Marco Schultz, der nun wieder in Norderstedt am Ball ist.

Dem gegenüber stehen zehn Verpflichtungen, auch dank des weitreichenden Netzwerks von Trainer Uwe Erkenbrecher. Auf seine Initiative hin wurden beispielsweise die beiden estnischen Erstligaprofis Reio Laabus und Siim Teeno unter Vertrag genommen – sie sollen das zentrale Mittelfeld stabilisieren. Mit Ole Springer, zuletzt beim FC Elmshorn und dem FC St. Pauli II, steht zudem ein neuer Keeper im Tor.

Die Erfahrung des 59 Jahre alten Erkenbrecher – Neumünster ist bereits seine 22. Trainerstation – könnte zum Schlüsselfaktor werden, ob es gelingt, rasch eine homogene Mannschaft bilden zu können. Dennoch gilt der VfR bei vielen Saisonprognosen derzeit als Abstiegskandidat Nummer eins und nimmt dementsprechend im Vergleich mit Eintracht Norderstedt eine Außenseiterrolle ein.