Norderstedt
Henstedt-Ulzburg

Die Tormaschine kommt spät in Schwung

In der Fußball-Verbandsliga Süd-West setzt sich Aufstiegsaspirant SV Henstedt-Ulzburg mit 5:1 gegen die zweite Mannschaft des SV Todesfelde durch

Henstedt-Ulzburg. Die Bewegung in der Tabelle von Platz fünf auf vier erscheint marginal, und doch sind die Verbandsliga-Fußballer des SV Henstedt-Ulzburg nach dem 5:1 (1:1)-Heimsieg im Derby gegen das zweite Team des SV Todesfelde der große Gewinner des Spieltags. Grund: Die bis dahin ärgsten Konkurrenten im Kampf um den Aufstiegsplatz haben Federn gelassen.

Der Tabellenzweite FC Itzehoe (39 Punkte) spielte mit dem 1:1 beim nicht aufstiegsberechtigten Spitzenreiter FC Reher/Puls (40) ebenso remis wie der bisherige Dritte VfR Horst (37/2:2 bei Olympia Neumünster), der sich nun hinter dem SV Schackendorf (3./39) und dem SVHU (ebenfalls 39 Zähler) auf Rang fünf einreihen muss.

Doch dem ausgelassenen Henstedt-Ulzburger Siegesjubel am Anstoßkreis nach den Schlussworten von Coach Jens Martens war eine Phase des (Ver-)Zweifelns vorangegangen. Parallelen zu den letzten vier Partien, aus denen der SVHU nur sechs Punkte und 2:5 Tore holte, taten sich auf. „Das ist die einzige Kritik, die ich nach diesem überzeugenden Spiel anbringen muss“, sagte Jens Martens, „wir haben die Partie dominiert, aber viel zu viele Chancen liegen gelassen und hätten schon früh führen müssen.“

So aber ließ Gästekapitän Marco Hess aus 22 Metern dem zu weit vorgerückten André Zick keine Chance (19.). Der SVHU drückte, aber erst fünf Minuten vor der Pause lenkte Pechvogel Philipp Rackow eine Ecke mit dem Oberschenkel zum 1:1 ins eigene Gehäuse.

„Das Tor vor der Pause hat meine Kabinenansprache entspannt gestaltet“, sagte Martens, „es war absehbar, dass wir unsere Vorteile nutzen würden.“ Was durch den erstmals seit sechs Monaten von Beginn an spielenden Kolja Tirums (54./56.) schnell gelang. Pierre Hallé (77.) und der für Tirums eingewechselte Sascha Petersen (85.) rundeten den verdienten Sieg der Henstedt-Ulzburger ab.