Norderstedt

A-Jugend-Handballerinnen der JSG trumpfen auf

Jugendspielgemeinschaft deklassiert Tarp-Wanderup und lässt nur vier Gegentore in der zweiten Hälfte zu. SVHU-Mädchen verlieren 23:26 in Fockbek

Norderstedt. Wie holprig war doch der Start in die Punktrunde der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein für die A-Jugend-Handballmädchen der JSG Alstertal/Norderstedt verlaufen. Trainer Michael Pott, der seit vergangenem Mai die sportlichen Geschicke der Mannschaft leitet, musste mit ansehen, wie seine jungen Spielerinnen nicht nur erwartungsgemäß gegen den Ligadritten HSG Handewitt/Nord Harrislee den Kürzeren zogen.

Mit dem MTV Herzhorn (26:28) und dem ATSV Stockelsdorf (24:25) gab es an den ersten vier Spieltagen auch Niederlagen gegen Konkurrenten, die nun als Achter und Zehnter klar hinter dem Tabellenvierten JSG rangieren.

Doch diese Zeit des Stolperns ist vorbei. Dem 2:6-Fehlstart setzten die unverzagten JSG-Mädchen eine Vier-Siege-Serie drauf und ließen sich auch von der anschließenden 24:27-Niederlage beim Tabellenzweiten VfL Bad Schwartau nicht aus dem Tritt bringen.

Leidtragender der aktuellen Formkurve wurde am zehnten Spieltag die HSG Tarp-Wanderup. Das Spiel im Schulzentrum Süd begann auf Augenhöhe, sah eine knappe 16:13-Pausenführung der Gastgeberinnen und wandelte sich mit Wiederanpfiff zu einer wahren Handballdemonstration. Nur vier weitere Tore gestatteten die JSG-Mädchen ihrem Gegner, doch selber trafen sie erneut 16-mal und gingen als triumphierende 32:17-Sieger vom Feld.

„Das war die beste Saisonleistung, die wir bislang geboten haben“, sagte Coach Pott überaus zufrieden, „wir hatten uns auf das bekannt starke und intelligente Kreisläuferspiel von Tarp eingestellt. Die sind wirklich gut und müssen erst einmal niedergekämpft werden. Das ist uns gelungen.“

Der Trainer betont, dass nicht allein der Blick auf die Torschützenliste, die von Sabrina Langmann mit 14 Treffern angeführt wird, genügt, um sich einen Überblick über die individuellen Leistungen im Team zu verschaffen. Pott: „Da hat eine Annika Polert in der Abwehrmitte konsequent ihre Aufgabe erfüllt und die Tarper Kreisläuferin neutralisiert. So eine Leistung ist ebenso wichtig wie das Torewerfen.“

Zum Hinrundenende geht es für die JSG am Sonnabend zum verlustpunktfreien Buxtehuder SV. „Es gibt dort wohl wenig für uns zu holen, aber auch nichts zu verlieren“, sagt der Coach, „wir können frei aufspielen.“

Nicht so locker dürfen die Mädchen des SVHU nach der 23:26 (10:13)-Pleite bei der HSG Fockbek/Nübbel ihr Match am Sonntag gegen den TSV Ratekau angehen, den sie mit einem Sieg überholen würden. „Aus dem Spiel in Fockbek lernen wir, dass wir in der zweiten Halbzeit noch einmal zulegen können“, sagte SVHU-Trainerin Tina Bahnsen, „außerdem hat es uns darin bestätigt, dass wir leistungsmäßig breit aufgestellt sind und einander gut ergänzen.“