Henstedt-Ulzburg

Spitzenreiter will Zeichen setzen

Die Handballer des SV Henstedt-Ulzburg könnten Verfolger Springe mit einem Sieg im Topspiel weiter distanzieren

Henstedt-Ulzburg. Nach Ansicht einiger Beobachter der Handballszene dürfte die 13. Partie in der 3. Liga Nord für die Männerteams des SV Henstedt-Ulzburg und der HF Springe den Stellenwert eines Schlüsselspiels erhalten. Es ist auch schon die Rede vom vorgezogenen Meisterschaftsfinale, wenn die „Frogs“ an diesem Sonnabend, 18 Uhr, als ungeschlagener Tabellenführer (23:1 Punkte/425:310 Tore) im Schulzentrum Süd von Springe bei ihrem letzten ernsthaften Verfolger (2./20:4/364:303) antreten.

Gewinnt der SVHU, werden nur noch wenige Fans daran zweifeln, dass der Zweitliga-Absteiger der vergangenen Saison danach noch von seiner sportlichen Rückkehr in die zweithöchste deutsche Spielklasse abgehalten werden kann.

Das sind jedoch Planspiele, von den Trainer Tobias Skerka nichts hören will. Die Favoritenrolle lehnt er für sein Team ab. „Der Druck liegt bei Springe. Die Gastgeber müssen gewinnen, sonst wird der Abstand schon sehr groß“, sagt Skerka, „wir können zwar mit einem Sieg einen großen Schritt nach vorn machen, doch von einer Vorentscheidung kann man auf keinen Fall sprechen. Die Saison ist noch lang.“

Da lässt der Henstedt-Ulzburger Coach, dessen Team vergangenen Sonnabend mit dem 41:18-Kantersieg über die TS Großburgwedel ein Ausrufezeichen gesetzt hat, auch nicht als weiteres gutes Omen gelten, dass sich die HF Springe beim Tabellenvorletzten ATSV Habenhausen während ihres 28:23-Erfolgs schwer getan haben. „Springe hat ein starkes Team beisammen, das in der 3. Liga Nord mit Recht zu den Aufstiegskandidaten zählt“, sagt Skerka, „wir sind auf einen heißen Tanz vorbereitet.“

An diesem werden alle SVHU-Akteure teilnehmen, die auch gegen Großburgwedel geglänzt haben. Im Kader mit dabei ist zudem Kreisläufer Steffen Köhler, der 16 Wochen nach seiner Verletzung am rechten Knie wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist. „Steffen hat aber noch erheblichen Trainingsrückstand und unter voller Belastung Schmerzen. Seine Gesundheit geht auf jeden Fall vor“, dämpft Skerka übersteigerte Hoffnungen auf ein Comeback des Neuzugangs.

Unterstützung erhalten die „Frogs“ von einem Schwung eigener Fans, die die Tour in einem zweiten Bus mitmachen. Abfahrt für alle Ticketinhaber ist am Sonnabend, 13.15 Uhr, vor der Halle an der Maurepasstraße.

Auch für die Drittligafrauen des SVHU (7./10:8) steht am Sonnabend eine wichtige Auswärtsfahrt an. Um 17 Uhr beginnt für das Team von Trainer Volker Paul in der Rosentalsporthalle von Oschatz das Match gegen den dortigen SHV. Der Coach hatte seinem Team nach dem 32:27-Heimsieg über den HC Salzland bis Mittwoch trainingsfrei gegeben. Die Henstedt-Ulzburgerinnen würden bei einem weiteren Sieg mit dem Tabellennachbarn der Oststaffel (6./11:9) den Platz tauschen.