Kaltenkirchen

Todesfelde stürmt ins Halbfinale

Schleswig-Holstein-Liga-Fußballer setzen sich im Fußball-Kreispokal mit 5:3 bei der Kaltenkirchener TS durch

Kaltenkirchen. Was erst wie ein lauer Sommerkick zwischen zwei Teams aus unterschiedlichen Leistungsklassen aussah, entwickelte sich später zu dem Pokalfight, den sich die rund 150 Zuschauer erhofft hatten.

Die erste Viertelfinalpartie des Fußball-Kreispokals Segeberg zwischen der Kaltenkirchener TS (Verbandsliga Süd-West) und dem SV Todesfelde (Schleswig-Holstein-Liga) wurde zunächst von den favorisierten Gästen dominiert. Martin Fröhlich (4.), Dennis Studt (26.) und Oliver Zebold (32.) sorgten für eine 3:0-Führung.

"In der Anfangsphase haben wir großartig gespielt und den Gegner mit schnellen Positionswechseln überrannt. Unsere Pausenführung hätte noch wesentlich deutlicher ausfallen können", sagte SVT-Coach Sascha Sievers. Tatsächlich scheiterte Kjell Brumshagen gleich zweimal (11./17.) an Latte und Pfosten.

Auch der Anschlusstreffer mit dem Pausenpfiff durch Maximilian Böhm schien die Todesfelder auf ihrem Weg ins Halbfinale nicht beirren zu können, denn der gerade erst eingewechselte Tim Jocham (49.) und Rene Lübcke (64.) erhöhten zwischenzeitlich sogar auf 5:1.

Außenseiter KT macht Mitte der zweiten Halbzeit mächtig Druck

Doch dann fühlten sich die Sievers-Schützlinge zu sicher. Die letzte halbe Stunde der Begegnung gehörte komplett den Platzherren. Die Kaltenkirchener arbeiteten sich durch Nikolaos Papadopoulos (71.) und Timo Widmayer, der in der 84. Minute einen Strafstoß verwandelte, noch einmal bis auf 3:5 heran. In der Schlussphase hatte die KT sogar noch Möglichkeiten, um den Rückstand weiter zu verkürzen.

"Die erste Halbzeit haben wir leider komplett verpennt. Aber nach dem Seitenwechsel hat meine Mannschaft gezeigt, was sie kann. Den Zuschauern hat das abwechslungsreiches Spiel sicherlich Spaß gemacht", sagte KT-Trainer Andreas Jeschke.

Letztendlich ging der Erfolg für den SV Todesfelde durchaus in Ordnung. Der Schleswig-Holstein-Ligist untermauerte seine Favoritenstellung in der ersten Halbzeit mit Schnelligkeit und Spielwitz. Die Gastgeber zeigten dagegen zu viel Respekt und versäumten es in dieser Phase, mit Zweikampfhärte und Verbissenheit dagegenzuhalten. Tugenden also, die ein Außenseiter im Pokal unbedingt von der ersten Minute an zeigen muss, um am Ende der Partie die Oberhand zu behalten.

Tore: 0:1 Fröhlich (4.), 0:2 Studt (26.), 0:3 Zebold (32.), 1:3 Böhm (45.), 1:4 Jocham (49.), 1:5 Lübcke (63.), 2:5 Papadopoulos (71.), 3:5 Widmayer (84./Foulelfmeter). KT: Jeschke - Bröcker, Kruse, Issahk, Ilenser - Niemeyer (54. Hajdari), Böhm, Geibel-Hoffmann - Jensen, Widmayer, Papadopoulos. SV Todesfelde: Timm - Fröhlich, Beyer, Petzold, Peters - Brumshagen, Bernoth, Yavuz (61. Hamann) - Bruhn, Studt (46. Jocham), Zebold (46. Lübcke).