Henstedt-Ulzburg

Favoriten, Optimisten, Aufsteiger

Die Fußballer des SV Henstedt-Ulzburg, der Kaltenkirchener TS und des SV Todesfelde II haben zum Verbandsligastart jeweils ein Heimspiel

Henstedt-Ulzburg. Die Verbandsliga-Fußballer des SV Henstedt-Ulzburg ernteten schon vor dem Auftakt zur Punktrunde 2013/2014 in der Verbandsliga Süd/West viele Vorschusslorbeeren. Die Turniersiege beim Select-Cup und beim Integrationscup gegen teils höherklassig aktive Teams wurden in Fachkreisen als deutliches Zeichen gewertet, dass es den Kickern vom Rhen ernst ist mit dem direkten Wiederaufstieg in die Schleswig-Holstein-Liga.

Zunächst drückt SVHU-Coach Jens Martens allerdings auf die Euphoriebremse. "Das waren schöne Erfolge, das Team ist gut zusammengewachsen. Aber unsere personelle Situation stellt sich schon wieder alles andere als positiv dar. Wir schleppen immer noch Altlasten aus der abgelaufenen Saison mit uns herum." So konnten hauptsächlich in der Offensive zahlreiche Spieler nur eingeschränkt oder gar nicht an der Vorbereitung teilnehmen. Torjäger Pierre Hallé etwa hat wegen Knieproblemen erheblichen Trainingsrückstand.

Sascha Schwarzwald wird am kommenden Donnerstag wegen eines Bauchnabelbruchs operiert. Sascha Petersen beginnt nach zwei Zehoperationen wieder mit ersten Laufeinheiten. Timo Mäkelmann laboriert an einem Knochenhautriss unter dem Fuß. Lukas Großkopf (Kreuzbandanriss) und Tobias Höche (Bänderriss) stiegen in dieser Woche wieder ins Training ein. Nils-Hagen Schmidt fällt mit Achillessehnenproblemen auf unbestimmte Zeit aus.

Ganz ohne Angreifer will Martens allerdings nicht in die Saisoneröffnung gegen den TuS Wankendorf (Sonntag, 15 Uhr, Schäferkampsweg) gehen. "Den ein oder anderen Akteur kann ich sicherlich einsetzen", hofft Martens.

Als Favoriten sieht der 57-Jährige neben Vizemeister FC Itzehoe auch die SG Reher/Puls und den SV Schackendorf. Aber auch vor dem Auftaktgegner hat Jens Martens Respekt. "Die haben an ihrer Schwachstelle, der Abwehr, ge arbeitet und haben sich im Angriff gut verstärkt."

Die Kaltenkirchener Turnerschaft empfängt Titelanwärter FC Itzehoe

Die Kaltenkirchener Turnerschaft hat bereits zum Auftakt mit dem FC Itzehoe (Sonnabend, 16 Uhr, Marschwegstadion) einen vermeintlichen Titelanwärter zu Gast. Geht es nach Trainer Andreas Jeschke, kommt diese frühe Herausforderung genau richtig. "Wir haben gute Qualität hinzubekommen in den Kader. Die Kameradschaft ist besser geworden, und gerade die jungen Wilden wollen einfach nur Fußball spielen und Spaß haben." Das Team sei nun in allen Mannschaftsteilen ausgeglichen besetzt, was offensichtlich einen positiven Effekt auf die Übungseinheiten hat. "Es gibt Spieler, die bitten selbstständig um Einzeltraining. Das gab es in der letzten Saison nie", sagt Jeschke. "Unser Kader ist gut besetzt. Wer jetzt nicht Gas gibt, muss damit rechnen, nur in der zweiten Mannschaft eingesetzt zu werden."

Trotz des Optimismus sind die Zielvorgaben allerdings moderat. "Wir haben keinen Druck. Wir wollen mindestens unseren achten Platz aus der Vorsaison verteidigen", sagt Jeschke.

Für Aufsteiger SV Todesfelde II geht es zunächst lediglich darum, sich in der neuen Spielklasse zurecht zu finden. Coach Stefan Komm hat nun Routinier Kay Reining an seiner Seite, der die Rolle als Führungsfigur auf dem Rasen mit der Funktion des Assistenztrainers verknüpfen soll. Die Vorbereitung lief indes nicht zufriedenstellend - aufgrund personeller Probleme musste der Kreisligachampion sogar Testpartien absagen.

Gleichwohl darf der SVT II die Ver bandsliga-Saison an diesem Freitagabend (19.30 Uhr) auf dem B-Platz an der Dorfstraße sogar eröffnen. Der Verband hat dafür eine zuschauerträchtige Begegnung angesetzt, denn es gastiert mit dem SV Schackendorf der vierte Club aus dem Kreis Segeberg in Todesfelde.