Norderstedt

Auf die Torjäger kommt es an

Sebastian Mahnke will den HSV III zurück in die Landesliga schießen, Janosch Rinckens mit dem SC Ellerau in der Bezirksliga bestehen

Norderstedt . In der Spitzengruppe der Nordstaffel der Fußball-Bezirksliga mitzuspielen - das ist das erklärte Ziel des Hamburger SV III. Ob der Aufstieg in dieser Spielzeit realistisch ist, vermag Trainer Michael Noffz allerdings noch nicht zu sagen.

Nach dem Abstieg aus der Landesliga Hammonia hat sich das Gesicht der Elf von der Ulzburger Straße stark verändert. 15 Neuzugänge, darunter Torjäger Sebastian Mahnke vom Verbandsligisten WSV Tangstedt, mussten in der Vorbereitungsphase integriert werden. "Unser Teambuilding ist besonders im Trainingslager in Bardowick sehr gut gelaufen. Jedoch hatten wir schon früh mit einigen Verletzungen und dann auch urlaubsbedingten Ausfällen zu kämpfen", sagte Coach Noffz. Erster Rückschlag für den HSV III war das frühe Aus im Holsten-Pokal gegen den Landesligisten SC Condor II.

Zum Punktspielauftakt beim HSV Barmbek-Uhlenhorst II (Sonntag, 11.15 Uhr) fehlen den Norderstedtern neben Georgiens U21-Nationalspieler Nika Purtseladze (Kreuzbandriss) auch Tobias Grabert (Ermüdungsbruch im Fuß), Idris Yousofi (Rückenprobleme) und Erik Berg (Bänderriss).

Beim Glashütter SV setzen die Vereinsverantwortlichen sowie die beiden Trainer Peter Roggensack (erste Mannschaft) und Denis Wucherpfennig (zweites Team) dagegen auf Kontinuität. Beide Kader wurden nicht auseinandergerissen, sondern bestreiten die Saison in nahezu derselben Besetzung wie in der letzten Serie.

Für Peter Roggensack ist die Bezirksliga Nord bekanntes Terrain. Seit zwei Jahren spielt sein Team in der dritthöchsten Hamburger Klasse. Dem Auftakt der Punktrunde sieht der 36- Jährige allerdings ohne große Illusionen entgegen. "Wir haben immer noch viele Verletzte. Immerhin sind an diesem Wochenende einige Urlauber wieder da. Wir werden aber auf jeden Fall noch einige Zeit brauchen, um auf dem Leistungsstand zu sein, den wir erreichen wollen."

Einen Top-Favoriten in der Staffel sieht Peter Roggensack nicht. "Über die Stärke der anderen Teams kann ich nur mutmaßen. Ich schätze den Hamburger SV III, den SC Poppenbüttel und den FK Nikola Tesla als stark ein." Nikola Tesla ist der erste Gegner des GSV, der am Sonntag, 15.30 Uhr auf dem Grandplatz an der Wichmannstraße antreten muss. Roggensack weiß, was sein Team leisten kann, wenn alle Mann an Bord sind und ihre Leistung abrufen. Immerhin landeten die Glashütter in der Saison 2012/2013 auf dem neunten Rang und hätten bei etwas mehr Konstanz noch ein oder zwei Plätze weiter oben stehen können.

Für Denis Wucherpfennig ist die Bezirksliga dagegen Neuland. Nach zwei Jahren in der Kreisliga Hamburg ist der Coach mit seinem Team aufgestiegen. Der GSV II wird in der Staffel West antreten und strebt dort den Klassenerhalt an, mehr nicht. "Wer aufsteigt, will auch drinbleiben. Das ist doch ganz klar", sagt er.

Die Vorbereitung der Glashütter verlief allerdings nicht optimal. "Wir hatten viele Ausfälle. Ich konnte nicht ein einziges Spiel mit meiner Wunschelf machen." Hinzu kam das peinliche Aus im Holsten-Pokal. Der GSV II unterlag dem Kreisklassenteam des Bramfelder SV glatt mit 0:3.

Ob diese Pleite den Glashütter SV II verunsichert hat, wird sich am Sonnabend zeigen, wenn der Landesliga-Absteiger SV Lieth um 15 Uhr an der Poppenbütteler Straße zu Gast ist.

Staffelkonkurrent SC Ellerau hat mit dem Heimspiel gegen Mitaufsteiger Grün-Weiß Eimsbüttel (Sonntag, 15 Uhr) den vermeintlich leichteren Auftakt. Trainer Uwe Sals warnt allerdings: "Die hatten in der letzten Saison eine noch längere Siegesserie als wir."

Die Ellerauer, die in der vergangenen Saison in 26 Partien 88 Treffer erzielten, können wieder auf ihr Torjäger-Duo Janosch Rinckens und Jan Buck zählen. Uwe Sals:"Wir wollen einen guten Start hinlegen und vor eigenem Publikum gewinnen."