Norderstedt

Freude, Hoffnung, Frust

Glashütter SV bleibt in der Fußball-Bezirksliga Nord, TuRa träumt vom Aufstieg, Eintracht Norderstedt II steigt ab

Norderstedt. Eines steht schon vor dem letzten Spieltag fest: In der kommenden Saison wird mindestens ein Team aus Norderstedt in der Fußball-Bezirksliga Nord vertreten sein. Der Glashütter SV hat endgültig alle Zweifel am Klassenerhalt beseitigt, während TuRa Harksheide weiter auf die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Landesliga hoffen darf. Die zweite Mannschaft von Eintracht Norderstedt ist hingegen wieder in die Kreisliga abgestiegen.

Trainer Peter Roggensack hatte den Akteuren seines Glashütter SV klargemacht, dass niemand im Verein eine Zitterpartie bis zum Saisonende wolle. Und die Mannschaft erledigte ihren Teil; sie sicherte mit einem 1:0 (1:0)-Erfolg beim TSC Wellingsbüttel den Verbleib in der Bezirksliga.

"Wenn man sich die Konstellation in der Tabelle anschaut, ist alles noch sehr offen in der Abstiegsfrage. Da kann noch vieles passieren - nicht aber für uns, wir haben unser Ziel erreicht", sagte Roggensack mit Erleichterung. Das entscheidende Tor gelang Philippe Buchtmann in der 25. Minute.

Das Match am Himmelfahrtstag gegen den SC Condor II hatte somit nur noch statistische Bedeutung. Die Glashütter unterlagen der Oberliga-Reserve der "Raubvögel" mit 0:2 (0:1).

Dass Eintracht Norderstedt II nach dem 1:4 (1:1) gegen den SC Victoria II vorzeitig als Absteiger in die Kreisliga feststeht, ist letztlich keine Überraschung mehr. In der Regel konnte der Aufsteiger nur dann punkten, wenn Trainer Jörn Schwinkendorf personelle Unterstützung aus dem Oberliga-Kader oder der U19-Mannschaft bekam. Dies geschah letztlich zu selten.

So fehlte es den Garstedtern an ausreichender Klasse. Schwinkendorf kritisiert das Vereinsmanagement und dessen Planung: "In der Oberliga wurden in der Winterpause die Hausaufgaben nicht gemacht, viele Spieler ohne Ersatz abgegeben. Darunter haben wir gelitten."

Der frühere Profi-Fußballer wird genauso wie Assistent Joachim Meyer und Betreuer Michael Eismann den Club verlassen. "Die Kreisliga werde ich mir nicht antun", so Schwinkendorf.

Ganz anders als noch bei der enttäuschenden 0:3-Auswärtsschlappe gegen den HSV Barmbek-Uhlenhorst II präsentierten sich die Fußballer des TuRa Harksheide bei ihrem 3:1 (3:0)-Heimerfolg über Germania Schnelsen II. Zumindest eine Halbzeit lang sprühten die Gastgeber nur so vor Energie. "Das war guter Kombinationsfußball. Ich habe nach der Pause einige Wechsel vorgenommen, um den einen oder anderen Aktiven zu schonen. Das hat dem Spielfluss ein wenig geschadet", sagte TuRa-Coach Marcus Fürstenberg.

Die Treffer von Christoph Gehr (14.), Marcel Boldt (22.) und Dimitri Patrin (32.) reichten indes aus, um den Pflichtsieg locker unter Dach und Fach zu bringen. Den Gästen gelang nur noch der Ehrentreffer durch Nick Gebauer nach einer Stunde.

Durch das 1:0 (1:0) beim Bramfelder SV II (Tor: Marcel Boldt/42.) sind die Harksheider nun erster Anwärter auf die Vizemeisterschaft, die zur Teilnahme an einer möglicherweise erforderlichen Landesliga-Aufstiegsrunde berechtigen würde.