Kaltenkirchen

Zitterpartie für Kaltenkirchenerinnen bis Mitte April

KT-Tischtennisdamen wollen ihre Mini-Chance auf den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga Nord nutzen, sagte Spartenleiter Rolf Kalmbacher.

Kaltenkirchen. Jens Hecking hat das wochenlange Rätselraten um die künftige Zusammensetzung der 2. Tischtennis-Bundesliga Nord der Damen mit einem Mausklick beendet. Der zuständige Staffelleiter informierte von Frankfurt am Main aus per E-Mail unter anderem die Kaltenkirchener Turnerschaft über deren Aussichten auf eine weitere Zugehörigkeit zur zweithöchsten nationalen Spielklasse.

"Der VfL Tegel und die SG Marßel Bremen werden ihre Mannschaften am Saisonende zurückziehen. Insgesamt elf Vereine haben verbindlich ihre Bereitschaft bekundet, in der Serie 2013/2014 in der 2. Bundesliga Nord spielen zu wollen", sagte Hecking. Das Problem: Es gibt nur zehn Plätze. Einer der möglichen Kandidaten hätte also das Nachsehen - nach jetzigem Stand die KT.

Ganz aussichtslos ist die Situation für die Kaltenkirchenerinnen, die nach dem 1:6 gegen die TTVg WRW Kleve und dem 5:5-Unentschieden gegen den Tabellenvorletzten TV Kupferdreh mit 2:30 Punkten Schlusslicht der Nordstaffel sind, allerdings nicht. "Wir haben noch eine Mini-Chance, und die wollen wir nutzen", sagte Spartenleiter Rolf Kalmbacher.

Genau genommen gibt es sogar zwei Gedankenspiele, an die er und die Spielerinnen sich klammern. Szenario Nummer eins: Die Kaltenkirchener TS gewinnt ihre beiden Heimpartien gegen den VfL Tegel (13. April) und den MTV Tostedt (14. April), der TV Kupferdreh zieht gegen Spitzenreiter TTV Hövelhof (6. April) und die SG Marßel Bremen (14. April) deutlich den Kürzeren - dann könnte die KT den Kontrahenten aufgrund des besseren Spielverhältnisses noch überholen.

Szenario Nummer zwei: Der TuS Bad Driburg steigt in die Bundesliga auf. Jens Hecking: "Der Verein will im Gegensatz zum TTV Hövelhof und TuS Uentrop unbedingt hoch, müsste aber am Saisonende mindestens Tabellendritter werden." Der Kampf um den Klassenerhalt wird für die Kaltenkirchenerinnen also zur Zitter- und Hängepartie.

"Das erschwert unsere Personalplanungen für die kommende Serie", sagte Aida Astani-Matthies, die der KT ebenso wie Katalin Jedtke erhalten bleibt - und zwar unabhängig von der Spielklasse. Jin-Sook Cords dürfte wohl ebenfalls weitermachen, Meike Müller hat sich bisher noch nicht klar geäußert. Einziger Abgang ist bislang Bianca Dahlke, die künftig für den Regionalligisten TSV Schwarzenbek schmettern wird.

Als Verstärkung für das obere Paarkreuz ist Lin Sievers (SG Marßel Bremen) im Gespräch. "Sie hat sich bei uns angeboten und würde gut ins Team passen", so Astani-Matthies. Ob der Deal klappt, hängt neben der sportlichen Perspektive aber auch von den finanziellen Rahmenbedingungen ab.

Rolf Kalmbacher: "Sollten wir in der 2. Bundesliga bleiben, rechnen wir mit einem Etat von etwas unter 20.000 Euro. Um diese Summe decken zu können, fehlen allerdings noch einige Sponsoren." Und was passiert im Fall des Abstiegs in die Regionalliga Nord? "Dann", so der KT-Spartenleiter, "werden die Kosten deutlich reduziert."

Tabelle der 2. Bundesliga Nord

1. TTV Hövelhof (23:5 Punkte), 2. TuS Uentrop (21:11), 3. TuS Bad Driburg (20:12), 4. SG Marßel Bremen (19:7), 5. TTK Anröchte (19:9), 6. TTVg WRW Kleve (17:15), 7. VfL Tegel (16:12), 8. MTV Tostedt (7:23), 9. TV Kupferdreh (6:26/41:89 Spiele), 10. Kaltenkirchener Turnerschaft (2:30/34:94).