Todesfelde

SG Todesfelde/Leezen gerät nach 29:30 immer mehr unter Druck

Die Lage für die Oberliga-Handballfrauen der SG Todesfelde/Leezen wird immer prekärer.

Todesfelde. Nach der 29:30 (16:17)-Heimniederlage gegen den SC Alstertal-Langenhorn beträgt der Rückstand auf den rettenden elften Tabellenplatz, den aktuell die HSG Holstein Kiel/Kronshagen belegt, bei sechs noch auszutragenden Partien fünf Punkte.

"Wir waren in der Abwehr zu harmlos, haben nicht mit letzter Konsequenz zugepackt", sagte Trainerin Gabriella Nemeth. Sie stellt immer wieder fest, dass die Wurzel des Misserfolgs nicht in mangelndem Talent ihrer Spielerinnen zu suchen ist. "Unsere Fehler sind zumeist Kopfsache. Da fehlt dann oft die nötige Geduld, auf eine bessere Chance zu warten. Oder nach einem Fehlwurf oder Ballverlust wird zu lange mit der Situation gehadert, anstatt konsequent zurückzulaufen und den Gegenstoß zu unterbinden."

Da Franziska Haupt von den Hamburgerinnen kurz gedeckt wurde, gab es viel Freiraum für Melanie Hall, die diesen mit zehn Treffern nutzte. Dass sich die Gastgeberinnen nach ihrer 4:1-Führung nicht weiter absetzen konnten, hatten sie vorrangig ihrer halbherzigen Abwehrarbeit zu verdanken. Und als wollte die SG-Crew die Hauptkritik ihrer Trainerin bestätigen, vergab sie kurz vor dem Ende der Partie die Chance zum Ausgleichstreffer durch einen überhasteten Abschluss.

Am kommenden Sonnabend, 17 Uhr, darf sich das Team im Auswärtsspiel bei Lübeck 76 keine Fehler mehr leisten. "Wir brauchen schnell mehrere Siege", so Gaby Nemeth, "allmählich wird die Zeit für uns knapp."

Tore der SG Todesfelde/Leezen: Melanie Hall (10), Franziska Haupt (6), Christina Haupt (5), Cathy Weh (4), Linda Sternberg (2), Carina Schramm und Svenja Studt (je 1).