"So ein Pech!"

| Lesedauer: 2 Minuten

RSC Kattenberg sagt 8. Country-Tourenfahrt am Veranstaltungstag wegen Blitzeis-Warnung ab

Wakendorf II. Die Verpflegung war gekauft. Das für den Start- und Zielbereich in Wakendorf II eingeteilte Helferteam wusste genau, was es zu tun hatte. 25 Strecken-Guides freuten sich darauf, die Teilnehmer an der 8. Country-Tourenfahrt des RSC Kattenberg durch das Gehölz Endern, das Alstertal, den Rader Forst und den Duvenstedter Brook zu lotsen. Doch dann machte Tiefdruckgebiet Kerim die wochenlangen Planungen zunichte.

"Wir haben uns am frühen Morgen des Veranstaltungstags schweren Herzens dazu entschlossen, unsere CTF abzusagen", sagte RSC-Kassenwartin Erika Ahrens-Bülck, die zusammen mit Peter Evers und Wolfgang Fischer für die Organisation verantwortlich zeichnete. Ausschlaggebend für diese Entscheidung war eine Unwetterwarnung, die Blitzeis prognostizierte. "So ein Pech! Doch unter diesen Umständen wäre es einfach unverantwortlich gewesen, die Fahrer loszuschicken."

Also wurde im Gegensatz zu 2010, als die Country-Tourenfahrt des RSC Kattenberg schon einmal der widrigen Witterung zum Opfer gefallen war, dies aber mit einem größeren zeitlichen Vorlauf kommuniziert werden konnte, improvisiert. Der größte Radsportclub in Schleswig-Holstein veröffentlichte zweieinhalb Stunden vor dem Start eine Meldung auf seiner Homepage, um die Absage flächendeckend bekannt zu geben.

Diejenigen Sportler, die diese Information nicht erhalten hatten und tatendurstig in Wakendorf II erschienen waren, genossen immerhin ein kostenloses Frühstück. Sie durften sich am reichhaltigen Kuchenbüfett bedienen und wurden zudem mit heißen und kühlen Getränken versorgt.

Neben einem Minus von 200 Euro in der Vereinskasse und einem großen Restposten an Proviant blieb dem Ausrichter die Erkenntnis, dass auch der sonst so zuverlässige Deutsche Wetterdienst irren kann. "Es gab gar kein Blitzeis", sagte Erika Ahrens-Bülck, "trotzdem waren die Bedingungen grenzwertig und unsere Entscheidung richtig."

Davon überzeugten sich am späten Vormittag 20 Unerschütterliche, die auf eigene Verantwortung eine 42-Kilometer-Runde drehten. Schon während der ersten Querfeldeinpassage wurde deutlich, dass Ungeübte im Gelände mit Sicherheit Probleme bekommen hätten.

"Es ist schade, dass die CTF nicht stattfinden konnte. Aber wer im Januar eine Freiluft-Veranstaltung ausrichtet, muss immer damit rechnen, dass das Wetter nicht mitspielt", so Ahrens-Bülck.

Sie hatte alle Hände voll zu tun, um die übrig gebliebenen Lebensmittel zu verteilen. "Die Erbsensuppe kann man einfrieren, das Brot wird an eine Tafel gespendet, Bananen und Kuchen sind wir so losgeworden. Und den Kaffee sowie die Müsli- und Energie-Riegel können wir bei unserer Radtourenfahrt im Sommer gut gebrauchen." Dann hoffentlich bei Sonnenschein...

( (fb) )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Sport