SV Henstedt-Ulzburg kommt nicht zur Ruhe

Gunnar Sievers tritt als Coach der Verbandsliga-Kicker zurück

Henstedt-Ulzburg. Die Fußballsparte des SV Henstedt-Ulzburg verlebt weiterhin eine äußerst unruhige Winterpause. Wenige Tage nachdem bereits Abteilungsleiter Jürgen Schmüser sein Amt abrupt niedergelegt hatte, folgte ihm nun fast das komplette Funktionsteam der zweiten Mannschaft (Verbandsliga Süd-West).

Darunter: Trainer Gunnar Sievers, Torwartcoach Holger Biehle und Betreuer Thomas Schiwek, der zudem Geschäftsführer beim Sponsoring-Partner Waco-Group ist. Nur Sievers' bisheriger Assistent Maik Koschnick scherte aus der Reihe und bleibt an Bord. Dies alles geschah kurz vor dem Vorbereitungsstart der U 23 am heutigen Dienstag.

"Es geht um interne Dinge, die ich nicht nennen will", sagte Gunnar Sievers. "Es ist ein ganz schwieriger Schritt, weil mir die Mannschaft ans Herz gewachsen ist. Aber manchmal muss man anderen Leuten zeigen, dass es so nicht weitergehen kann."

Dass sein Rücktritt mit der Demission von Jürgen Schmüser zusammenhängt, wollte er zumindest nicht verneinen. "Wir haben immer sehr gut zusammengearbeitet."

Gibt es zwei Lager im Verein? Oliver Wegmann, Manager für den Leistungsfußball und folglich auch zuständig für die U 23, kann die Abgänge nicht nachvollziehen. "Das ist eine Überraschung. In der Winterpause hatten wir noch neue Lösungsansätze erarbeitet und eine Vereinbarung über die weitere Zusammenarbeit getroffen."

Er verweist auf strukturelle Verbesserungen. "Vor zwei Jahren war die U 23 noch isoliert. Jetzt ist sie ein fester Bestandteil des Leistungskonzeptes."

Klar ist soweit, dass Maik Koschnick weiterhin Assistent sein wird. Und ein neuer Chefcoach soll dem Team schon beim Trainingsauftakt vorgestellt werden. Aufgrund der kurzen Zeitspanne ist eine interne Lösung wahrscheinlich.

Der Nachfolger von Gunnar Sievers steht vor einer sportlichen schwierigen Aufgabe. Schließlich ist der SV Henstedt-Ulzburg II momentan Tabellenvorletzter. Und der Sturz in die Kreisliga droht zudem aus einem weiteren Grund: Sollte die erste Mannschaft aus der Schleswig-Holstein-Liga absteigen, müsste die Reserve zwangsläufig eine Klasse tiefer antreten.