Norderstedt. Beim Frühlingsmarkt im Rathaus gibt es an 60 Ständen Accessoires für Ostern, Heim und Garten oder andere Lebenslagen.

Humor fürs Klo, zu jedem Lesestoff ein leckeres Likörchen, lustige Kaddelbären zum Knuddeln, Schmuck und Accessoires in allen Variationen, Ostereier und Osterhasen in vielen, liebevoll gestalteten Variationen – der Frühlingsmarkt im Norderstedter Rathaus war ein anregendes Eldorado für alle, die das Besondere, Kreative und Ungewöhnliche suchen.

„60 Ausstellerinnen und Aussteller sind wieder dabei, darunter einige neue mit witzigen Ideen“, sagte Anke Schröder zufrieden. Sie organisiert den Frühlingsmarkt seit 21 Jahren und wird dabei von ihrer Familie tatkräftig unterstützt, beispielsweise von ihren zwei Söhnen mit schon eigenen Familien und von ihrer 86-jährigen Mutter, die für das Schneiden von Kuchen und Torten zuständig ist und auch von Stand zu Stand geht. „Sie wird von einigen Kundinnen auch schon mal Mutti genannt.“

Frühlingsmarkt Norderstedt: Ein Eldorado für ungewöhnliche Kreationen aus der Region

Die Unterstützung der Familie ist nötig. Denn die Rathausverwaltung kassiert zwar eine Raummiete im mittleren vierstelligen Bereich. Doch für das Aus- und auch wieder Einräumen der Stühle und Konferenztische aus den Sitzungssälen, für das Freiräumen der Gänge, für das Putzen vor und nach dem Markt bis zu den Toiletten ist die Veranstalterin verantwortlich. „Dafür bringen wir unsere eigenen Staubsauger mit“, sagt Anke Schröder.

Anke Schröder organisiert den Frühlings- und Ostermarkt gemeinsam mit ihrer Familie seit 21 Jahren.
Anke Schröder organisiert den Frühlings- und Ostermarkt gemeinsam mit ihrer Familie seit 21 Jahren. © Heike Linde-Lembke

Die Stand-Organisation startete bereits zirka neun Monate vor dem Markt, der Aufbau begann morgens um acht Uhr am Sonnabend. Um 17 Uhr schließt der Markt. „Wir räumen und putzen dann bis zirka 20 Uhr, aber es macht Spaß, und mit dem Erlös kann ich mir einen kleinen Urlaub in der Region gönnen“, sagt Anke Schröder und reicht einer Kundin einen Becher Kaffee und ein Stück Torte.

Ein Buchautor kreiert den passenden Likör zum Roman

Neu auf dem Markt ist Thorsten Pahlke aus Horst bei Elmshorn. Er ist Inhaber des Zeitungsverlags Leuchtturm, schreibt Bücher aller Art – und kreiert drumherum leckere Liköre, Schokoladen und sogar Reise-Spiele. Zu seinem neusten Buch „Käthe und Edith“, das von zwei Frauen Mitte 80 handelt, die mit Elsa, einem 50 Jahre alten VW-Käfer, quer durch Schleswig-Holstein einen Trickbetrüger jagen, hat er ein Rallye-Spiel und „Käthes Kaffee-Likör“ entworfen. Die Liköre lässt der 54-Jährige bei einem Met-Kocher in Kuden zwischen Wacken und Brunsbüttel brauen (www.nordgenuss.de).

"Kaddelbären" heißen die knuddeligen Viecher, die Katja Woehlk aus Kiel in vielen Variationen auf dem Frühlingsmarkt anbietet. © Heike Linde-Lembke | Heike Linde-Lembke

Zum Knuddeln sind die Kaddelbären von Katja Woehlk aus Kiel. Vor rund 30 Jahren hat sie den ersten Kaddelbären, so genannt nach ihrem Necknamen, für ihre Tochter genäht. Mit zunehmendem Alter der Tochter gingen die Kaddelbären in Serie, und seit 15 Jahren bietet Woehlk sie auf Kreativmärkten an.

Frühlingsmarkt: Ein Stoffgürtel für das stille Örtchen

Und das muss einem auch erst einmal einfallen – Stoffgürtel für Klopapierrollen, bestickt mit sinnigen Sprüchen wie „Tatort Reiniger“, „Shit happens“, „Klug Scheißer“, „Letzte Rettung“ bis zu „Fugen Kratzer“. Die neue Klopapierhüllen-Variante kreiert Susanne Langenbuch von „AS-Lieblingsstücke“ aus Bargteheide, die an ihrem Stand auch sonst alles bot, was frau und man mit Nadel, Stoff und Faden so alles anstellen kann.

Ostereier und -Hasen gab es auf dem Frühlingsmarkt genauso reichlich wie Schmuck, Hüte, Schals und weitere Accessoires für Sie und Ihn, Wohnung, Haus und Garten, dazu Leckeres wie Marmeladen, Liköre und Schnäpse. Andrea Sommer aus Bargteheide präsentierte an ihrem Stand feine Motivmalerei auf Eiern aller Größen, die sie fertig geputzt und ausgepustet aus Süddeutschland bezieht. Vom großen Straußenei über Nandu-, Enten- und Hühner- bis zu Wachteleiern sind nahezu alle Größen vertreten. Anke Schröders Frühlingsmarkt zeigte einmal mehr, dass die Kreationen der Region Hochsaison haben.