Windkraft Gefahr für Vögel

Seeadler kollidiert mit Windrad – jetzt ist er wieder fit

Ein Seeadler war mit einer Windkraftanlage kollidiert und wurde im Wildpark Eekholt wieder aufgepäppelt (Archivbild).

Ein Seeadler war mit einer Windkraftanlage kollidiert und wurde im Wildpark Eekholt wieder aufgepäppelt (Archivbild).

Foto: picture alliance/dpa/Carsten Rehder

Das Tier hatte einen Trümmerbruch am Flügel erlitten und wurde im Wildpark Eekholt gepflegt. Der Adler hat offenbar noch Glück gehabt.

Heidmühlen. Nachdem er mit einer Windkraftanlage kollidiert und sechs Wochen lang im Wildpark Eekholt (Kreis Segeberg) gesund gepflegt worden ist, darf ein Seeadler bald wieder in die Freiheit fliegen. Wie der Wildpark am Dienstag mitteilte, sei der Seeadler Mitte Mai in die eigene Vogelpflegestation aufgenommen worden – mit einem Trümmerbruch der Finger am linken Flügel.

„Es ist wie ein Wunder, dass die Handschwinge nicht von dem Rotorblatt abgehackt wurde“, erklärte Elvira Freifrau von Schenck, Wildtierärztin im Wildpark Eekholt. „Bisher hatte fast jeder Seeadler, der mit einer Windkraftanlage kollidierte, so schwere Amputationsverletzungen, dass er entweder sofort vor Ort starb oder von seinen Leiden erlöst werden musste.“

Windkraft gehört zu den häufigsten Todesursachen für Seeadler

Nun fliegt der Seeadler nach Wildpark-Angaben aber bereits wieder – und das bald auch schon wieder in Freiheit. Am Donnerstag um 11 Uhr soll er ausgewildert werden.

Nach Park-Angaben seien dieses Jahr bereits drei verletzte oder tote Seeadler gefunden worden, die mit Rotorblättern von Windenergieanlagen kollidiert waren. Dies sei, neben der Kollision mit Zügen, die häufigste Todesursache von Seeadlern im Land.

( dpa )

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