Energiekosten

SPD Bad Bramstedt: Plan für den Ausstieg aus Gas und Öl

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Andreas Burgmayer
Die SPD in Bad Bramstedt stellt die Frage, wie die Rolandstadt in naher Zukunft ohne Öl und Gas beim heizen auskommen kann.

Die SPD in Bad Bramstedt stellt die Frage, wie die Rolandstadt in naher Zukunft ohne Öl und Gas beim heizen auskommen kann.

Foto: Hauke-Christian Dittrich / dpa

Wie die Sozialdemokraten erreichen wollen, dass alle Haushalte der Stadt unabhängig von fossilen Brennstoffen werden.

Bad Bramstedt.  Die SPD Bad Bramstedt möchte in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken die Möglichkeiten prüfen lassen, in der Stadt Wärmenetze für Nahwärme aufzubauen. An diese könnten sich alle Haushalte anschließen, statt in Einzellösungen zu investieren.

„Auch in Bad Bramstedt werden rund 70 Prozent aller Wohnungen mit Gas beheizt“, sagt Klaus-Dieter Hinck, SPD-Ortsvereinsvorsitzender. Bis 2045 müsste die Stadt aus dem Erdgas ebenso ausgestiegen sein wie aus anderen fossilen Brennstoffen. „Das erfordert riesige Anstrengungen für die Stadtwerke, die Stadt und alle Bürgerinnen und Bürger. Es laufen erste Aktivitäten, aber es muss mehr passieren und wir brauchen einen Plan.“

Energiekosten Bad Bramstedt: 70 Prozent der Haushalte heizen mit Gas

Es mache nicht so viel Sinn, wenn jeder Einzelne sich in Investitionen stürze, wenn ganz viele Bewohner eines Wohngebietes eine Lösung benötigen.

„Wir brauchen energetische Konzepte für ganze Wohnquartiere“, sagt Hinck. Etwa an der Schillerstraße oder der Graf-Stolberg-Straße, diese Wohnquartiere seien in den 60er- und 70er-Jahren entstanden. „Da müssen wir ran an Fördertöpfe der KfW Bank, die die Erstellung von energetischen Quartierskonzepten mit bis zu 75 Prozent fördert.“

Bad Bramstedt: Besser eine Lösung für alle

Für beispielhaft für Neubaugebiete hält die SPD in Bad Bramsted das Wasserstoff-Projekt der Bürger-Windpark Wiemersdorf GmbH. Aus der Abwärme dort sollen mehrere hundert Haushalte klimaneutral mit Wärme versorgt werden könnten, wahrscheinlich im Bereich des geplanten Auenland Quartiers. „Da kann etwas entstehen, was zukunftsweisend ist. Zusätzlich brauchen wir Lösungen für den Altbestand in der Stadt, die für den einzelnen Haushalt bezahlbar sein müssen“, sagt Hinck. „Und das können nicht nur die derzeit so propagierten Wärmepumpen für Einzelverbraucher sein. Da gibt es riesige Engpässe.“

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