Karl May Spiele

Sorge um Winnetou: Wird Alexander Klaws zur Premiere fit?

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Wird Alexander Klaws zur Premiere der Karl-May-Spiele am Sonnabend wieder fit sein? Der Winnetou-Darsteller wurde kürzlich positiv auf Corona getestet (Archivbild).

Wird Alexander Klaws zur Premiere der Karl-May-Spiele am Sonnabend wieder fit sein? Der Winnetou-Darsteller wurde kürzlich positiv auf Corona getestet (Archivbild).

Foto: picture alliance / rtn - radio tele nord

Der Hauptdarsteller wurde erst kürzlich positiv auf Corona getestet. Welcher Schauspieler der Winnetou-Ersatz wäre.

Bad Segeberg. Auch zwei Tage vor der Premiere der Karl-May-Spiele in Bad Segeberg steht noch nicht fest, ob Winnetou-Darsteller Alexander Klaws am Sonnabend wieder fit ist. Am vergangenen Wochenende war Klaws positiv auf Corona getestet worden. „Jetzt liegt es in Manitus Hand“, sagt Michael Stamp, Sprecher der Karl-May-Spiele. Man müsse einfach abwarten und von Tag zu Tag gucken, wie es dem Hauptdarsteller geht.

Doch selbst wenn Alexander Klaws ausfallen sollte – die Premiere wird stattfinden. Dann wird Sascha Hödl die Rolle des Apachen-Häuptlings übernehmen. „Es ist ein wahnsinnig gutes Gefühl, so ein gutes Backup für die Rolle zu haben“, sagt Michael Stamp. Sascha Hödl mache seine Sache ausgezeichnet. Man sei sich sicher, dass das Publikum einen tollen Winnetou geboten bekomme.

Karl-May-Spiele: Sorge um Winnetou Alexander Klaws

Am Freitag bei der Präsentation erster Szenen in der Kalkbergarena mit dem Ensemble des Stückes „Der Ölprinz“ fehlte Klaws – angeblich nur wegen eines Schnupfens, wie der Sprecher der Spiele, Michael Stamp sagte. Aber im Verlauf des Wochenendes hatte sich die Diagnose Corona leider doch noch bestätigt.

„Es tut uns allen unheimlich leid, dass Alex erkrankt ist. Wir wünschen ihm, dass er bald wieder bei uns ist“, sagt Karl-May-Geschäftsführerin Ute Thienel. „Wir haben Hoffnung, dass er die Premiere am 25. Juni spielen kann. Das Zeitfenster für eine Genesung reicht aus. Das Allerwichtigste ist aber, dass Alex schnell wieder komplett gesund und fit ist“, so Thienel am Montag.

Karl-May-Spiele: Premiere am 25. Juni ist trotz Infektion nicht in Gefahr

Alexander Klaws zeigte sich in einer Stellungnahme emotional: „Ich bin sprachlos! Da komme ich zweieinhalb Jahre ohne Infektion durch diese Pandemie, bin doppelt geimpft und geboostert – und ausgerechnet jetzt, eine Woche vor der Premiere, auf die ich mich seit drei Jahren freue, macht Herr Klaws es mal wieder spannend.“

Klaws weiter: „Es hat mich leider erwischt! Ich gebe aber natürlich die Hoffnung nicht auf, dass ich bis zur Premiere wieder fit bin und gebe alles, um schnellstmöglich wieder im Sattel sitzen zu können. Ich bin so stolz auf die gesamte Crew und so dankbar die besten Kollegen, die man sich wünschen kann, die alle Herausforderungen aktuell mit Bravour meistern und so lange die Stellung halten, bis ich endlich wieder da sein kann. Drückt mir die Daumen, dass der Test schnellstmöglich wieder negativ ist! Ich vermisse und freu mich auf euch.“

Karl-May-Spiele: Ersatz für Winnetou Alexander Klaws ist Sascha Hödl

Das Ensemble unter Leitung von Regisseur Ulrich Wiggers probt am Kalkberg unvermindert weiter. Für Sascha Hehn, Katy Karrenbauer, Joshy Peters und all die anderen gehe die Arbeit planmäßig weiter, die Proben seien nicht unterbrochen worden. Natürlich ist es für Geschäftsführerin Ute Thienel und Regisseur Ulrich Wiggers eine enorme Herausforderung, wenn sich der populäre Hauptdarsteller kurz vor der Premiere mit eine Corona infiziert. Das wirft viele Planungen über den Haufen und erfordert ein hohes Maß an Improvisation.

Doch Winnetou-Ersatzmann Sascha Hödl hat den Apachenhäuptling bereits fünf Jahre lang auf der Bühne im österreichischen Winzendorf und im Vorjahr beim Live-Hörspiel im Indian Village in Bad Segeberg gespielt. Sascha Hödl gehört den Karl-May-Ensemble als Ölfeldbesitzer Jackson und Nijorakrieger Ka Maku an. Er war für genau solch einen Fall als Winnetou-Backup vorgesehen.

Stuntman übernimmt Sturz vom explodierenden Ölturm

Da Fabian Monasterios als Mokaschi und Hödl ohnehin stets zusammen auftreten, übernimmt er auch die zweite Rolle. Den Kampf Hödls gegen Sascha Gluth (Old Shatterhand) übernimmt der auch als Schauspieler ausgebildete Stuntman Felix Adams. Den Sturz vom explodierenden Ölbohrturm gleich im ersten Bild und die Szenen davor werden von Stuntman Konstantin Fünck gespielt. „Kein Zuschauer sollte also merken, dass hier etwas geändert wurde“, sagt Festpiele-Sprecher Michael Stamp.

Ähnliche Abläufe wird es auch geben, wenn andere Darsteller an Covid-19 erkranken sollten. Aber diese Änderungen wird Michael Stamp erst bekanntgeben, wenn es tatsächlich soweit kommen sollte. „Ich habe an alles gedacht“, sagt der Autor, der während der Proben im engen Austausch mir Regisseur Ulrich Wiggers geblieben ist.

Karl May Spiele: Es gilt strenge Maskenpflicht in der Kalkbergarena

Da einige der übrigen Hauptdarsteller schon älter sind – Sascha Hehn ist 67, Katy Karrenbauer 59, Joshy Peters 64 und Harald P. Wieczorek 74 Jahre alt – könnten weitere Corona-Erkrankungen durchaus für längere Ausfallzeiten sorgen. Aber auch da haben Michael Stamp, Spielleiter Stefan Tietgen und Regisseur Ulrich Wiggers vorgeplant.

Damit es aber gar nicht erst soweit kommt, wurden von der Kalkberg GmbH Vorsichtsmaßnahmen getroffen, die übrigens schon seit Beginn der Proben vor vier Wochen gelten und aktuell sind. Geprobt wird in der Arena unter freiem Himmel zwar ohne Masken, aber mit dem nötigen Abstand, in allen Räumen hinter den Kulissen herrscht Maskenpflicht. Das reicht von den Garderoben, den Aufenthaltsräumen bis zu den Toiletten.

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