S21

Klage gegen S-Bahn nach Kaltenkirchen – aber Bau beginnt

Die S21 soll Kaltenkirchen und Hamburg-Eidelstedt verbinden.

Die S21 soll Kaltenkirchen und Hamburg-Eidelstedt verbinden.

Foto: Deutsche Bahn/DB

Wann Arbeiten für die Linie S21 zwischen dem Kreis Segeberg und Hamburg-Eidelstedt beginnen – und die Züge endlich fahren.

Kaltenkirchen. Die Vorarbeiten für den Bau der neuen S-Bahn-Linie 21 zwischen Hamburg-Eidelstedt und Kaltenkirchen können wie geplant in diesem Sommer beginnen. Es sei zwar eine Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss eingegangen, jedoch kein Antrag auf vorläufigen Rechtsschutz, teilte eine Sprecherin des Oberverwaltungsgerichts in Schleswig mit. Das Verkehrsministerium in Kiel hatte im März die sofortige Vollziehbarkeit des Beschlusses angeordnet.

Die Planung für den Hamburger Abschnitt ist bereits seit Januar 2019 rechtskräftig. Vorgesehen sind zunächst Kampfmittelsondierungen, Baufeldräumungen und Ausgleichsmaßnahmen, wie die Hamburger Verkehrsbehörde mitteilte. Der eigentliche Ausbau der AKN-Strecke A1 zur S-Bahnlinie soll im ersten Quartal nächsten Jahres beginnen.

S21: Neue S-Bahn nach Kaltenkirchen fährt ab Ende 2025

Ab Ende 2025 sollen Fahrgäste zwischen Hamburg-Hauptbahnhof und Kaltenkirchen ohne Umsteigen pendeln können. Bislang enden die meisten Fahrten der mit Dieselmotoren betriebenen AKN-Züge in Eidelstedt. Nur wenige Bahnen, die über einen zusätzlichen Elektroantrieb verfügen, fahren bis zum Hamburger Hauptbahnhof weiter. Pendler aus Quickborn, Henstedt-Ulzburg oder Kaltenkirchen müssen auf dem Heimweg oft Wartezeiten auf dem Umsteigebahnhof in Kauf nehmen.

Die neue S21 soll als elektrisch betriebene S-Bahn zwischen Eidelstedt und Quickborn zur Hauptverkehrszeit im Zehn-Minuten-Takt verkehren, zwischen Eidelstedt und Kaltenkirchen alle 20 Minuten. Von der knapp 34 Kilometer langen Ausbaustrecke liegen nach Angaben des Kieler Verkehrsministeriums elf Kilometer auf Hamburger Stadtgebiet und 23 Kilometer in Schleswig-Holstein. Für die Elektrifizierung mit Oberleitungen müssen allein in Schleswig-Holstein 734 Masten und ein Umrichterwerk gebaut werden.

( dpa/lno )

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