Radfahren Kreis Segeberg

Stadtradeln: Auto stehen lassen und ab in den Sattel

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Andreas Burgmayer
Elke Christina Roeder, Oberbürgermeisterin Norderstedt

Elke Christina Roeder, Oberbürgermeisterin Norderstedt

Foto: Stadt Norderstedt

Strampeln für den Klimaschutz: Wie Städte und Gemeinden auf zwei Rädern tonnenweise Treibhausgase vermeiden.

Norderstedt. Auf die Sattel, fertig, los: Die Aktion Stadtradeln 2022 lässt ab sofort wieder Tausende in der Metropolregion Hamburg in die Pedale treten. Zum sechsten Mal wird der deutschlandweit ausgetragene Wettbewerb vom Klima-Bündnis, dem größten kommunalen Netzwerk zum Klimaschutz, ausgerufen. Zwischen dem 5. und dem 26. Juni sollen in jeder teilnehmenden Kommune möglichst viele Menschen auf das Auto verzichten und dafür auf das Zweirad wechseln.

Und die Städte und Gemeinden, die am Ende die meisten Kilometer auf zwei Rädern abgespult haben, gewinnen – nicht nur gute Klimaschutz-Werte, sondern auch den Respekt aller anderen. Im Übrigen gibt es bundesweite Auszeichnungen sowie Sachpreise rund ums Thema Fahrrad für die Teilnehmenden. Im Kreis Segeberg haben Norderstedt, Kaltenkirchen und Henstedt-Ulzburg bereits den Aufruf gestartet, am Stadtradeln teilzunehmen.

In Norderstedt wurden 2021 fast 160.000 Kilometer geradelt

Norderstedt: In Norderstedt hatten sich im vergangenen Jahr 769 Radfahrende beim Stadtradeln engagiert. 34 Teams hatten sich gebildet. Gemeinsam wurden 159.989 Kilometer abgespult, was einer Vermeidung von 22 Tonnen CO entspricht. Die Stadt Norderstedt hat nun erneut alle Stadtvertreterinnen und Stadtvertreter sowie alle anderen Norderstedterinnen und Norderstedter eingeladen, drei Wochen lang kräftig in die Pedale zu treten und möglichst viele Fahrradkilometer für Norderstedt zu sammeln. Dabei sei es gleich, ob dies beruflich oder privat erfolge. Oberbürgermeisterin Elke Christina Roeder: „Die Klima-Krise ist nicht aus der Welt, sondern in vollem Gange. Umso mehr sollten wir uns daher dafür engagieren, den CO-Ausstoß zu verringern, auch hier in Norderstedt“, sagt die Verwaltungschefin. „Auch angesichts der aktuell hohen Energiekosten ist es sinnvoll, dort, wo es auch möglich ist, auf das Auto zu verzichten und stattdessen auf das Fahrrad umzusatteln.“ Aktuell haben sich schon wieder 289 Radelnde angemeldet.

Das Norderstedter „Stadtradeln“ startet am Sonntag, 5. Juni, um 14 Uhr mit einer geführten Auftakttour durch Norderstedt mit der Verwaltungsspitze der Stadt Norderstedt. Abfahrt ist um 14 Uhr am Rathausmarkt, Rathausallee 50 in Norderstedt-Mitte. Eine Sternfahrt nach Hamburg startet am Sonntag, 19. Juni, um 12.30 Uhr vom Rathausmarkt aus. Auch hier wird die Verwaltungsspitze mit in die Pedale treten. Bei der abschließenden Tour am Sonnabend, 25. Juni, werden noch einmal Kilometer gesammelt. Treffpunkt ist erneut der Rathausmarkt, Abfahrt ist um 14 Uhr. Jede Tour ist etwa 15 Kilometer lang und dauert in etwa drei Stunden.

Gesucht werden in diesem Jahr wieder die Norderstedter „Stadtradeln-Stars“, also Personen des öffentlichen Lebens, die während des Aktionszeitraums demonstrativ ihr Auto stehen lassen und komplett aufs Fahrrad umsteigen. Fünf „Stadtradeln-Stars“ können pro Kommune nominiert werden.

Eine Anmeldung zum Stadtradeln sei ab sofort möglich unter www.stadtradeln.de/norderstedt. Auch die Meldeplattform „RADar!“ (www.radar-online.net) steht wieder zur Verfügung. Hier kann man auf potenziell gefährliche oder störende Stellen an Radwegen aufmerksam machen. Alternativ kann auch der Mängelmelder der Stadt Norderstedt (www.norderstedt.de/Mängelmelder) genutzt werden, um auf Schäden und Hindernisse im Radwegenetz hinzuweisen.

Bürgermeisterin Ulrike Schmidt radelt gerne durch Henstedt-Ulzburg


Henstedt-Ulzburg: Im vergangenen Jahr waren über 168 Menschen Teil des Stadtradeln in Henstedt-Ulzburg und sie legten mehr als 36.650 Kilometer mit dem Fahrrad zurück, was einer Vermeidung von fünf Tonnen CO entspricht. Unter www.stadtradeln.de/henstedt-ulzburg können sich Radlerinnen und Radler anmelden und Firmenteams, Schulteams, Klassenteams oder Familienteams bilden – oder sich dem Offenen Team Henstedt-Ulzburg anschließen. Bürgermeisterin Ulrike Schmidt freut sich schon aufs Stadtradeln und ruft alle, die Spaß am Radfahren haben, zur Teilnahme auf: „Machen Sie mit, lassen Sie das Auto einmal stehen und sammeln Sie viele Kilometer für das Henstedt-Ulzburger Gesamtergebnis! Ich wünsche mir, dass das Ergebnis aus dem letzten Jahr übertroffen und ein weiteres wichtiges Zeichen für den Klimaschutz und eine nachhaltige Mobilitätswende gesetzt wird.“

Kaltenkirchen bietet extra Radtouren für das Stadtradeln an

Kaltenkirchen: Die Stadt Kaltenkirchen ist in zum sechsten Mal mit von der Partie. „2021 wurden 56.500 Kilometer von 202 Teilnehmenden gefahren, was einer CO2-Vermeidung von etwa acht Tonnen entspricht. Bisher konnten wir die Zahl der gemeinsam gefahrenen Kilometer und die Anzahl der Teilnehmenden in jedem Jahr steigern; vielleicht auch in diesem Jahr“, sagt Bürgermeister Hanno Krause. Zur zusätzlichen Motivation werden drei Radtouren angeboten. Unter dem Motto „Das grüne Band Kaltenkirchen“ geht es am 5. Juni, von 11 Uhr an vom Rathaus aus über 22 Kilometer durch die Stadt und sein Umfeld (Dauer: 1,5 bis zwei Stunden). Entlang des künftigen Radschnellweges Bad Bramstedt–Hamburg geht eine Tour am Am 11. Juni, die um 11 Uhr vor dem Rathaus startet. Die Vorzugsstrecke, Alternativen und Übergabepunkte werden angefahren. Die Strecke ist 12 Kilometer lang, die Tour dauert etwa zwei Stunden. Eine historische Stadtführung auf dem Rad ist am 25. Juni angesetzt. Start ist um 14 Uhr an der Ecke Lindrehm und Barmstedter. Über drei Stunden geht es durch die Stadt (Anmeldung zu den Radtouren unter 04191/93 94 52 oder s.augustin@kaltenkirchen.de; maximale Teilnehmerzahl 35).

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