Norderstedt

Im Rathaus wird ein Schnelltestzentrum eingerichtet

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Oberbürgermeisterin Elke Christina Roeder und Christian Leder vor einer der Testkabinen, die von Montag an in der Rathauspassage kostenlose Corona-Tests anbieten.

Oberbürgermeisterin Elke Christina Roeder und Christian Leder vor einer der Testkabinen, die von Montag an in der Rathauspassage kostenlose Corona-Tests anbieten.

Foto: Burkhard Fuchs

Das Corona-Testzentrum hat von Montag an sieben Tage in der Woche geöffnet. Angeboten werden Antigen- und PCR-Tests.

Norderstedt.  Im Gegensatz zu Henstedt-Ulzburg gibt es in Norderstedt keine langen Schlangen vor mobilen Impfzentren – weil es in der Stadt zurzeit überhaupt keine mobilen Impfzentren gibt! Das sei Sache des Kreises und des Landes, sagte am Freitag Oberbürgermeisterin Elke Christina Roeder. Sie freue sich, dass Norderstedt im Herold-Center wieder ein festes Impfzentrum erhalte. Montag geht’s los; Anmeldungen sind dann über das Portal impfen-sh.de möglich.

Ebenfalls am Montag, 22. November, eröffnet Christian Leder in der Norderstedter Rathauspassage ein neues Schnelltestzentrum. Erst vor sechs Wochen hatte er die Corona-Teststation im Norderstedter Kulturwerk geschlossen. „Wir werden ab Montag zunächst zwei Testkabinen anbieten“, erklärt Leder, der inzwischen 140 medizinisch geschulte Personen in seinen Testzentren in Norderstedt und Henstedt-Ulzburg (Kirchweg 125b) beschäftigt, zehn davon in Vollzeit.

Das Testzentrum ist sieben Tage in der Woche geöffnet: montags bis freitags von 7 bis 19 Uhr, sonnabends von 9 bis 19 Uhr und sonntags von 9 bis 15 Uhr. Angeboten wird der Antigen-Schnelltest, der kostenlos ist. Sollte der positiv ausfallen, könnten sich die Betroffenen auch gleich noch dem PCR-Test unterziehen. Auch der sei für die Getesteten dann kostenlos, so Leder. Für nichtdeutsche Durchreisende koste der Test 15 Euro. Die Abstriche würden je nach Wunsch in der Nase oder im Rachenraum genommen.

Im Internet können vorher Termine unter www.corona-test-no.de vereinbart werden. „Wir werden da Slots im Zehn-Minuten-Takt anbieten“, sagt Leder. Für diese vorher angemeldeten Personen schätzt er den Zeitaufwand auf etwa drei Minuten, weil die sich über einen QR-Code auf der Anmeldung schnell ausweisen können. Alle anderen, die spontan zum Test kommen, müssen mit einer etwas längeren Wartezeit rechnen. Falls nötig, könnte das Testzentrum auf bis zu acht Kabinen erweitert werden. Das Testergebnis können die Probanden nach 15 Minuten ausgedruckt erhalten oder sich per Mail schicken lassen.

In Anbetracht der neuen Landesverordnung, die von Montag an eine generelle 3G-Regel auch am Arbeitsplatz vorschreibe, wollte die Stadtverwaltung unbedingt eine solche Teststation in Stadtzentrumsnähe einrichten, betonte Oberbürgermeisterin Roeder. „Wir wollen so für mehr Sicherheit in der Bevölkerung sorgen und Ängste nehmen“, sagte sie. Zudem sollte das Testzentrum gut erreichbar sein, was in der Rathauspassage natürlich gegeben sei.

Von Montag an werde in allen städtischen Einrichtungen ebenfalls die 3G-Regel gelten, sagte Roeder. Wer also ins Einwohnermeldeamt möchte, die Bücherei aufsuche oder einen VHS-Kursus buchen will, müsse entweder von einer Corona-Infektion genesen, geimpft oder negativ getestet sein.

Der Weihnachtsmarkt in der Rathauspassage hätte auch mit dem Testzentrum stattfinden können, betont OB Roeder. Allerdings nur unter 2G-Bedingung. „Das ist natürlich für den Veranstalter ein wirtschaftliches Risiko.“ Mitveranstalterin Anke Schröder hatte mitgeteilt, dass die Auflagen „das Budget“ der Weihnachtsmarktbetreiber gesprengt hätten. „Somit haben wir nicht genug Stellfläche für unsere Aussteller. Keine Cafeteria, und nur oben eine Ausstellung können wir uns nicht vorstellen. Deswegen sagen wir den Kunsthandwerkermarkt ab.“

( bf )

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