Lesung

Corona-Pandemie ist, wenn man trotzdem lacht

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Wolfgang Klietz
Abendblatt-Kolumnist und Autor Jan Schröter mit einem historischen Schreibgerät in seinem Arbeitszimmer.

Abendblatt-Kolumnist und Autor Jan Schröter mit einem historischen Schreibgerät in seinem Arbeitszimmer.

Foto: Wolfgang Klietz

Abendblatt-Kolumnist Jan Schröter liest aus seinem Quarantäne-Tagebuch im Bramstedter Kurhaustheater.

Bad Bramstedt . Jan Schröter ist vielen Abendblatt-Lesern ein treuer Begleiter geworden. In seiner „Wochenschau“ kommentiert er wöchentlich launig das Geschehen im Kreis Segeberg. Seine Rätsel bringen den Grips auf Hochtouren und seine Betrachtungen zur Corona-Pandemie zeigen, dass Maskenpflicht und Bürokratenirrwitz ihre heiteren Seiten haben.

Jan Schröter liest aus seinem „Quarantäne-Tagebuch“

Jetzt bietet sich wieder die Chance, „Schröti“ live auf einer Bühne zu erleben. Der 64 Jahre alte Kolumnist und Drehbuchautor steht am Dienstag, 23. November, auf der Bühne im Foyer des Bramstedter Kurhaustheaters. Den Raum hat die Stadt erst vor wenigen Wochen für kulturelle Veranstaltungen einrichten lassen,

„Pandemische Zeiten – Lachen ist gesund“, heißt der Titel des Programms. Schröter wird „Schröters Corona-Update“ aus dem Hamburger Abendblatt präsentieren. Auf die Risiken und Nebenwirkungen weist er vorsorglich in der Ankündigung hin: In dieser Lesung ist buchstäblich Musik drin. Auf der Bühne steht neben Schröter sein alter Freund und Musiker Richard Rossbach und wird den Autor am Klavier begleiten.

Absurdes, Spitzfindiges, Albernes, aber auch Witz mit Tiefgang und Ironie – das erwartet die Zuschauer. Jan Schröter entschied sich nach Zwischenspielen als Sonderschullehrer und Buchhändler im Jahr 1992, Autor zu werden. Er arbeitet als Journalist und Kolumnist, schreibt Kurz- und Langgeschichten, Drehbücher für das „Das Traumschiff“ und andere TV-Formate wie „Großstadtrevier“, „Alphateam“, „Familie Dr. Kleist“ oder „WaPo Elbe“. Buch-Fans kennen Schröter außerdem als Autor absurd-komischer Romane, in denen er seine Figuren ins Chaos stürzt.

Jan Schröter: Musikalische Begleitung von Richard Rossbach

Der Musiker-Freund Richard Rossbach lebt in Itzehoe. Er wuchs in einer Musikerfamilie auf und absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Kirchenmusiker. Danach wechselt Rossbach schnell das Genre, ging zum Schlager und war als musikalischer Begleiter von Bata Illic unterwegs

1979 kam die Popmusik hinzu. Rossbach komplettierte die Band „Duesenberg“, aus der Joachim Witt hervorging. Außerdem mischte Rossbach bei der Neuen Deutschen Welle mit und tourte mit Markus („Ich geb Gas, ich will Spaß“). Später stand er mit internationalen Stars wie Lou Reed, Mitch Rider und Milva auf der Bühne.

Heute betreibt Rossbach ein Tonstudio und hat seine Musik auf mehr als 100 CDs weltweit veröffentlicht. Außerdem komponierte er Werbemusik, unter anderem für Flensburger Pilsner, Telekom, Tchibo und dem Kleinen Feigling. Jeder kennt die Melodien, doch kaum jemand weiß, von wem sie stammen.

Auch Schröter wird in Bad Bramstedt zur Gitarre greifen. Spätestens nach diesem Abend kann niemand mehr behaupten, die beiden letzten Jahre seien überhaupt nicht zum Lachen gewesen.

„Pandemische Zeiten – Lachen ist gesund“, Di, 23.11, 19.00, Kurhaustheater Bad Bramstedt, Oskar-Alexander-Straße 26. Eintritt 10 Euro. Tickets sind im Vorverkauf im Amt zum Glück (Kultur- und Tourismusbüro), Bleeck 16.

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