Norderstedt

Theater AG feiert zweite Premiere in drei Monaten

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Miriam Opresnik
Die Schülerinnen und Schüler der Theater Ag am Schulzentrum-Süd bei einer Probe des Stücks „20.000 Meilen unter dem Meer“ nach Jules Verne.

Die Schülerinnen und Schüler der Theater Ag am Schulzentrum-Süd bei einer Probe des Stücks „20.000 Meilen unter dem Meer“ nach Jules Verne.

Foto: Fotografin: Johanna Geutjens / Miriam Opresnik

Schülerinnen und Schüler des Schulzentrum-Süd gehen 20.000 Meilen unters Meer. Premiere am 11. November.

Norderstedt.  Das wäre selbst für erfahrene Schauspieler eine Herausforderung gewesen: zwei neue Stücke parallel einzustudieren und kurz nacheinander aufzuführen. So wie es die Theater AG des Schulzentrum-Süds gemacht hat. „Da die Vorführung des Stückes „Wie es euch gefällt“ im vergangenen Jahr coronabedingt kurz vor der Premiere im November abgesagt werden musste, waren die Schüler extrem frustriert. Daher haben wir zur Motivation ein neues Stück einstudiert“, sagt Angela Isbaner.

Theater AG: Schüler proben Stücke in Videokonferenzen

Die 62-jährige Lehrerin des Lise-Meitner-Gymnasiums leitet die Theater AG seit der Gründung im Jahr 2005. Seitdem hat sie mit den jährlich wechselnden Schülern 16 Stücke einstudiert – aber noch nie zwei gleichzeitig, und noch nie monatelang in Videokonferenzen. „Während des Lockdowns ging es ja nicht anders als online“, sagt Angela Isbaner, die bei der Arbeit von ihrem Teamkollegen Carsten Rieck (42) unterstützt wird, der auch die Bühnenbild- und Kostüm AG leitet.

Nachdem die Proben in den ersten Monaten nur am Bildschirm stattfinden konnten, durfte ab Ende Mai wieder persönlich geprobt werden – zuerst nur draußen im Amphitheater, dann aber auch endlich in der Aula des Schulzentrums. Es war nicht die einzige Herausforderung für die 15 Schüler der Theater AG. Nachdem sie sich im ersten Halbjahr ausschließlich auf das neue Stück „20.000 Meilen unter dem Meer“ konzentriert hatten, stand nach den Sommerferien zusätzlich auch noch die Wiederholung von „Wie es euch gefällt“ auf ihrem Stundenplan – oft am Wochenende. Schließlich sollte auch dieses Stück nach der zweimaligen Absage noch aufgeführt werden.

Im August feierte das Theaterstück von William Shakespeare schließlich Premiere, doch mit den Proben war danach noch lange nicht Schluss, da sich die Schüler ohne Pause auf die Aufführung „20.000 Meilen unter dem Meer“ nach Jules Verne vorbereiteten.

Theater AG spielt „20.000 Meilen unter dem Meer“

Mitte November ist es jetzt soweit und die Darsteller treten innerhalb von drei Monaten erneut vor großem Publikum auf. In dem Stück „20.000 Meilen unter dem Meer“ nach Jules Verne in einer modernen Bearbeitung kreist die spannende Handlung um Kapitän Nemo mit seinem berühmten Unterseeboot, der Nautilus. Drei Gefangene verbringen eine abenteuerliche Zeit an Bord.

Neben einer guten Portion Humor spielen auch ernste Botschaften eine Rolle: Der Schutz der Ozeane, der Erhalt von Artenvielfalt und die friedliche Nutzung von Technologien wie einem U-Boot, das Jules Verne im 19. Jahrhundert erdachte, sind nur einige der Themen, die heute noch aktuell sind. Das Stück richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab Klasse 5 und an Erwachsene.

Um das Theater- und Bühnenbild-Projekt für die Klassenstufen 8 bis 13 am Schulzentrum-Süd zu erhalten und weiter auszubauen, wurde 2019 der Theaterverein „Vivant Theater“ gegründet. Durch die Proben und die Präsentation auf der großen Bühne will man Fähigkeiten wie Selbstverantwortung, Zuverlässigkeit, Organisation, sicheres Auftreten, technische Fertigkeiten und nicht zuletzt den Ausdruck und die Sprache der Mitglieder der Theater AG schulen. Die Bühnenbild AG sorgt jeweils für ein kreatives Bühnenbild, passende Kostüme und professionelles Make-up. Der Verein sucht ständig Fördermitglieder und ist dankbar für Spenden.

20.000 Meilen unter dem Meer, Vorstellungen am Do 11.11., 19.00, sowie am Fr 12. und Sa 13.11., jeweils 19.30, in der Aula des Schulzentrum-Süd, Poppenbütteler Straße 230. Karten für 10/4 Euro gibt es online unter www.vivant-theater.de sowie an der Abendkasse.

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