Fussball-Regionalliga

Stößt Eintracht Norderstedt den Bock um?

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Frank Best
Beim letzten Norderstedter Sieg, dem 3:2 beim HSV II am 18. September, war Philipp Müller (r.) mit seinen beiden Toren der Held. Klar, dass der Offensiv-Allrounder jetzt auch im Derby gegen den FC St. Pauli II treffen will.

Beim letzten Norderstedter Sieg, dem 3:2 beim HSV II am 18. September, war Philipp Müller (r.) mit seinen beiden Toren der Held. Klar, dass der Offensiv-Allrounder jetzt auch im Derby gegen den FC St. Pauli II treffen will.

Foto: noveski.com

Mit einem Sieg gegen den FC St. Pauli II will die Elf von Coach Jens Martens ihre Serie von fünf Unentschieden hintereinander beenden.

Norderstedt.  Was sich zunächst einmal richtig gut anhört, ist bei genauerem Hinschauen ein Problem. Seit sechs Spielen sind die Fußballer von Eintracht Norderstedt (7./13 Zähler) in der Nordgruppe der Regionalliga Nord ungeschlagen. Aber, und das macht sie Sache so unangenehm: Die Mannschaft von Trainer Jens Martens hat seit dem 18. September, dem 3:2 beim HSV II – fünfmal hintereinander nicht gewonnen.

Zu Gast im eigenen Stadion

Gegen Holstein Kiel II (4:4), den FC Teutonia 05 (1:1), den Heider SV (2:2), den 1. FC Phönix Lübeck (1:1) und die SV Drochtersen/Assel (0:0) gab’s jeweils Unentschieden. Doch die helfen im Kampf um das Erreichen der Meisterrunde, für das sich die jeweils fünf besten Teams aus der Nord- und Südstaffel qualifizieren, nicht weiter.

Die Serie der Punkteteilungen nervt alle Beteiligten ganz gewaltig. Deshalb wird die Eintracht am Sonntag im Edmund-Plambeck-Stadion einen neuerlichen Versuch starten, den sprichwörtlichen Bock endlich umzustoßen – auch wenn sie von 14 Uhr an in der Gästerolle sind. Denn auch die U-23-Truppe des FC St. Pauli (5./15) bestreitet an der Ochsenzoller Straße ihre Heimpartien.

Coach Martens hat schlechte Erinnerungen an das erste Aufeinandertreffen beider Teams am 22. August. Damals lag seine Mannschaft bis zur 83. Minute mit 2:0 vorn und schien das Geschehen komplett im Griff zu haben – doch dann schafften die bis zu diesem Zeitpunkt klar unterlegenen Paulianer binnen
120 Sekunden noch den Ausgleich.

Traumatisches Erlebnis im Hinspiel

„Wir haben versucht, dieses traumatische Erlebnis in vielen Gesprächen aufzuarbeiten“, so der Fußballlehrer, „doch ich denke schon, dass uns das Spiel einen Knacks für die gesamte Hinrunde gegeben hat.“

Die Norderstedter hoffen darauf, dass sich mit einem Sieg am Sonntag der gegenteilige Effekt einstellt. Allerdings dürfte sich erst kurz vor dem Anpfiff entscheiden, wie die Startformation aussehen wird. Klar ist nur, dass Elias Saad (nimmt zurzeit ein Antibiotikum) und Michael Igwe (Muskelfaserriss) weiterhin ausfallen. Dafür könnten die gegen Drochtersen/Assel wegen einer Grippe pausierenden Dane Kummerfeld und Rico Bork wieder mit von der Partie sein.

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