Feuerwehr

Familie verliert bei Großfeuer alles – Gemeinde hilft

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Zunächst wurde ein Dachstuhlbrand im Stall gemeldet, das Feuer griff dann auf das Wohnhaus über.

Zunächst wurde ein Dachstuhlbrand im Stall gemeldet, das Feuer griff dann auf das Wohnhaus über.

Foto: - / dpa

Auf einem Hof in Kisdorf brach am Donnerstagabend ein Feuer aus. Familie ist jetzt obdachlos. Bürgermeister: "Es ist sehr schlimm."

Kisdorf. Nach dem verheerenden Großbrand auf dem Hof Jakobs am Rugenvier in Kisdorf hat die Kriminalpolizei Norderstedt die Ermittlungen aufgenommen. Denn bislang ist unklar, warum am Mittwochabend, kurz nach 20 Uhr im Dachstuhl eines leerstehenden Stalles ein Feuer ausgebrochen war.

Über elf Stunden dauerte es, ehe die Feuerwehr auch die letzten Nachlöscharbeiten beendet hatte, der Einsatz mit 120 Feuerwehrleuten aus sieben Ortswehren (Kisdorf, Henstedt-Ulzburg, Kaltenkirchen, Oersdorf, Winsen, Götzberg, Wakendorf II) ist an die Substanz gegangen. „Wir mussten vier Kilometer Schlauch verlegen, um alles mit Wasser zu versorgen“, sagte Nils Schöning, Sprecher der Kreisfeuerwehr. „Zeitweise musste der Wasserdruck durch den Versorger erhöht werden.“

Polizei schätzt den Schaden auf rund 400.000 Euro

Die abgelegene Örtlichkeit erschwerte die Brandbekämpfung. Laut Polizei hätten sich zunächst drei Personen in dem Wohnhaus aufgehalten – sie wurden durch das Knacken des brennenden Holzes aufmerksam und konnten das Gebäude unversehrt verlassen. „Und in dem Stall waren keine Tiere“, so Schöning. Zwar hat der Hof Hühner, diese sind aber in einem anderen Stall untergebracht. Dort, wo es brannte, überwintern zwar Rinder anderer Landwirte – diese Tiere sind aktuell aber noch auf der Weide.

Der Stall ist zerstört, auch das Haus nicht mehr bewohnbar. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf rund 400.000 Euro. Die Bewohner haben alles verloren. „Es ist sehr schlimm“, sagte Kisdorfs Bürgermeister Wolfgang Stolze. Er ist selbst über viele Jahre Ortswehrführer gewesen, war in der Nacht am Einsatzort – und begann am Morgen damit, unbürokratisch Soforthilfe auf die Beine zu stellen.

Familie kommt in einem Schullandheim unter

„Die Gebäude haben einen Totalschaden. Wir müssen eine Ausweichwohnung finden.“ Er wurde im Ulmenhof fündig, einem Schullandheim am Hüttbleker Weg. „Es genügte ein Anruf“, so Stolze. Der Betreiber, den er gut kenne, habe ihm gesagt: „Kein Ding.“

Um finanzielle Fragen müssen sich die Familie bei der Unterkunft keine Sorgen machen. Auch neue Bekleidung werde organisiert. „Die Kosten werden von der Gemeinde übernommen. Es ist eine Übergangslösung. Ich weiß nicht, wie lange. Wir machen das so lange möglich, wie es erforderlich ist.“

( dpa/che )

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