Tangstedt

Kommt Schnellbuslinie von Ohlstedt nach Norderstedt?

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Die B432-Kreuzung bei Tangstedt – Standort für einen ZOB?

Die B432-Kreuzung bei Tangstedt – Standort für einen ZOB?

Foto: Christopher Herbst

Gemeindevertretung spricht sich für Pilotprojekt aus und hofft auf Fördermittel. Welches Ziel dahintersteckt.

Tangstedt.  Mit 18 Millionen Euro aus Bundesmitteln soll der ÖPNV in der Metropolregion in den nächsten Jahren gestärkt werden (das Abendblatt berichtete). Davon profitieren die Kreise Segeberg, Pinneberg, Herzogtum Lauenburg – und Stormarn, zu dem die Gemeinde Tangstedt gehört. Die dortige Ortspolitik hat in der Gemeindevertretung nun einen Antrag auf den Weg gebracht für ein Projekt, das – so hoffen es die Fraktionen – entsprechend gefördert werden könnte.

Schnellbuslinie von Ohlstedt bis Norderstedt-Mitte

Es geht um eine Schnellbuslinie von Ohlstedt über Tangstedt und Wilstedt bis nach Norderstedt-Mitte. Hiervon könnten insbesondere Pendler profitieren, die bislang auf ihr Auto angewiesen sind, um zu einer Endhaltestelle der U-Bahn zu gelangen oder gleich durchfahren nach Hamburg. Und daher morgens und nachmittags oftmals im Stau auf der Bundesstraße 432 stehen. „Die Zahl der Pendler, die sich mit dem Pkw auf den Weg zur Arbeit nach Hamburg machen, hat bereits zu erheblichen Verkehrsproblemen geführt“, schreiben die Fraktionsvorsitzenden von FDP, Grünen und SPD, Andy Büh, Stefan Mauel und Ingrid Sichau, in ihrem gemeinsamen Antrag.

Immer mehr Menschen würden wegen teurer Mieten und hoher Grundstückspreise ins Umland ziehen, führen sie an – und dann mit dem Auto pendeln. Das soll, so hofft man, ein leistungsfähiger ÖPNV ändern. „Mit dem Pilotprojekt Schnellbus soll die Attraktivität des ÖPNV gesteigert und dessen Weiterentwicklung gefördert werden. Es soll vor allem den Einstieg in ein zukunftsfähiges Verkehrssystem mit nachhaltiger und klimafreundlicher Mobilität dienen.“

FDP hat möglichen Standort für ZOB ausgeguckt

Die FDP hatte das Thema Schnellbus in einer internen Arbeitsgruppe bereits beraten und war zu dem Schluss gekommen, dass im Bereich der Kreuzung B432/Wulksfelder Damm/Hauptstraße ein ZOB gebaut werden könnte, sodass Pendler hier auf Busse umsteigen könnten. Das findet sich im Antrag wieder – das Bauamt wird gebeten, geeignete Flächen für Park+Ride oder Bike+Ride zu identifizieren und zu prüfen. Weitere Gespräche sollten mit dem zuständigen Fachdienst des Kreises Stormarn geführt werden.

Ebenso sprach sich die Gemeindevertretung dafür aus, dass auf dem Parkplatz hinter dem Rathaus eine E-Ladesäule installiert werden sollte. So könnten insbesondere Besucherinnen und Besucher des Bürgerbüros die Wartezeit zum Aufladen nutzen. Der Amtsausschuss hatte einen ähnlichen Beschluss im Juni für den Parkplatz am Amtsgebäude gefasst. Die Kosten werden über den Amtshaushalt getragen – genau das wollen die Tangstedter nun auch für ihre Ladestelle erreichen. Das müsste indes die Politik auf Amtsebene beschließen. Dazu soll geklärt werden, inwiefern die Maßnahme über die Aktivregion Alsterland gefördert werden könnte.

( che )

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