Kreis Segeberg

Leerstand – „Huch, war hier gestern nicht noch Kunst?“

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In Wahlstedt präsentierten die Künstlerinnen Elfi Saupe, Ursel Wiesen-Klomp und Sonja Truhn zusammen mit den Mitgliedern der Gruppe „Farbfinder“ ihre Werke.

In Wahlstedt präsentierten die Künstlerinnen Elfi Saupe, Ursel Wiesen-Klomp und Sonja Truhn zusammen mit den Mitgliedern der Gruppe „Farbfinder“ ihre Werke.

Foto: Rainer Deutschmann

Leerstand mit Kunst zu füllen – ein Ansatz während der Segeberger Kulturtage. Wie das Projekt angenommen wurde.

Kreis Segeberg . Die Corona-Pandemie hat in manchen Straßen der Städte im Kreis Segeberg für Leerstand gesorgt – leere Ladenlokale von Händlerinnen und Händlern, denen die finanzielle Puste ausgegangen war. Die Aktion „Kultur trifft Leerstand“ wollte darauf eine kreative Antwort geben. Künstlerinnen und Künstler füllten die Leere in Bad Bramstedt, Bad Segeberg, Henstedt-Ulzburg, Kaltenkirchen und Wahlstedt an wenigstens drei Tagen mit ihren Werken. Pop-Up-Galerien auf Zeit.

Von Freitag, 24., bis Sonntag, 26. September, herrschte somit an vielen Orten buntes Treiben statt Tristesse und Leere – so der Plan. In Wahlstedt präsentierten sich gleich mehrere Künstlerinnen mit unterschiedlichen Werken. So konnte man die farbenfrohen Bilder der Wahlstedterin Ursel Wiesen-Klomp entdecken, unterschiedliche Stadt- und Landansichten der „Farbfinder“ aus Bad Segeberg betrachten, die unter Leitung von Rosemarie Büscher in der Villa Flath entstanden, sich den „Kunststücken“ der Hartenholmerin Elfi Saupe widmen oder sich auf die bunte Welt der Sonja Christine Truhn von der Alten Märchenschule einlassen. Vielfalt war auf kleinstem Raum gegeben.

Mäßige Resonanz auf die Kunst-Aktion

Doch nur etwa 50 Gäste besichtigten an den drei Tagen in Wahlstedt die ausgestellten Werke. Eine eher überschaubare Anzahl. „Schön wäre es gewesen, wenn die Aktion im Vorfelde eher und größer angekündigt worden wäre. Aufgrund der Vielzahl der Aktionen war es am Ende ein wenig unübersichtlich, was, wann, wo stattfindet und die drei Tage waren vielleicht auch ein bisschen zu kurz“, meinte Elfi Saupe im Nachgang.

Trotzdem freuten sich alle Beteiligten über diese Möglichkeit, ihre Werke der Öffentlichkeit zu präsentieren. „Eine gute Aktion, die sicher noch ausbaufähig ist!“, fanden alle Beteiligten am Ende. Und das scheinen laut Elfi Saupe auch die Passanten in Wahlstedt so zu sehen. „Huch, war hier gestern nicht noch Kunst?“, wunderte sich am Montag nach der Ausstellung eine Passantin, die sich am Schaufenster des leerstehenden Geschäfts die Nase platt drückte.

( abm )

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