Henstedt-Ulzburg

Die „Grünen Damen“ sind zurück im Einsatz

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Sylvia Rohloff (links) und Sigrid Wolf gehören zu den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen, die sich um das Wohlbefinden der Patientinnen und Patienten kümmern.

Sylvia Rohloff (links) und Sigrid Wolf gehören zu den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen, die sich um das Wohlbefinden der Patientinnen und Patienten kümmern.

Foto: Maren Maak

Nach 18 Monate Corona-Pause: Nun helfen die Ehrenamtlichen wieder in der Paracelsus-Klinik in Henstedt-Ulzburg.

Henstedt-Ulzburg.  Sie sind die guten Seelen der Paracelsus-Klinik in Henstedt-Ulzburg, die Kümmerinnen für Patientinnen und Patienten. Und, nach 18 Monaten Pandemie-Pause, wieder im Einsatz. Die „Grünen Damen“ betreuen auf Wunsch Menschen, die eine Zeit lang im Krankenhaus an der Wilstedter Straße bleiben müssen. Das bedeutet: Die Helferinnen übernehmen kleine Besorgungen, begleiten Personen bei einem Spaziergang, lesen einmal aus einem Buch oder aus einer Zeitung vor. Oder nehmen sich einfach nur die Zeit für ein Gespräch. Alles also, damit der Aufenthalt in der Klinik trotz der ja oft so traurigen Umstände etwas angenehmer ist und sich das allgemeine Wohlbefinden bessert.

Die Idee für die Tätigkeit stammt aus den USA

Gegründet wurde die Initiative im Ort 1997 durch Elly Habekost. Das Vorbild des „Volunteer Service“ stammt aus den USA, da war die prägende Farbe aber Pink – in Deutschland hat sich über die Jahrzehnte Grün etabliert. Die erste Gruppe kam 1969 in Düsseldorf zusammen. Quer durch die Republik gibt es heute viele tausend Menschen, die sich in dieser Form engagieren. Und das ausdrücklich im Ehrenamt.

Übrigens, auch wenn von „Damen“ die Rede ist, manchmal sind auch Männer dabei. Organisiert sind die Zusammenschlüsse übergeordnet über die Evangelische Kranken- und Altenhilfe. Über dieses Träger-Netzwerk finden Beratungen, Weiterbildungen und auch die Unterstützung bei Neugründungen statt.

Klinikleitung ist dankbar über das Engagement

In der Großgemeinde ist die Tätigkeit der Gruppe hoch angesehen. 2015 gab es als Anerkennung sogar den Bürgerpreis, der jährlich verliehen wird.

Die Corona-Zeit war diesbezüglich ein starker Einschnitt, da auch die Arbeit der „Grünen Damen“ entsprechenden Hygieneregeln unterliegt. Und das Besuchsverbot für Auswärtige betraf eben auch ihr Engagement.

Jetzt ist das vorbei. Auch die Leitung des Krankenhauses ist glücklich darüber, wieder ein bisschen mehr Vertrautheit gestatten zu können. „Wir freuen uns sehr, dass mit den Grünen Damen auch ein weiteres Stück Normalität und menschliche Zuwendung in den Klinikalltag zurückkehrt“, sagt Klinikmanagerin Anke Franzke. „Die Hauptsache ist, dass es jetzt wieder weitergehen kann. Denn Bedarf an Ablenkung, Zuspruch und Unterstützung gibt es immer.“

( che )

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