Kreis Segeberg

Diese Landesstraßen im Kreis sollen jetzt saniert werden

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Ein Baustellenschild. Mehrere Landestraßen im Kreis Segeberg müssen saniert werden (Symbolbild).

Ein Baustellenschild. Mehrere Landestraßen im Kreis Segeberg müssen saniert werden (Symbolbild).

Foto: Christian Ohde / picture alliance

Landesregierung pumpt 360 Millionen Euro in die Reparatur des Straßennetzes im Land. Welche Straßen profitieren.

Kreis Segeberg. Die Schäden sind gravierender als erwartet, und die Reparaturen werden das Land teuer zu stehen kommen: 360 Millionen Euro will das Land in den kommenden Jahren in die Sanierung der Landesstraßen investieren. „Nachdem vor drei Jahren das bislang größte Landesstraßen-Sanierungsprogramm startete und mittlerweile rund ein Drittel des 3500 Kilometer umfassenden Netzes wieder in einem Top-Zustand ist, muss nun nachjustiert werden“, teilte das Verkehrsministerium in Kiel mit.

Sanierung: Welche Straßen im Kreis betroffen sind

Dabei geht es auch um mehrere Straßen im Kreis Segeberg, die verschlissen sind. Zum Beispiel die Landesstraße 320, die den Kaltenkirchenern als Hamburger Straße und Kieler Straße geläufig ist. „Sanierungsbedürftig“, sagt das Land über den Zustand der vielbefahrenen Verkehrsachse. Auch die Sanierung der Landesstraße 80, besser bekannt als Schützenstraße, steht an und sollte bereits 2020 realisiert. Die Stadt hat das Land jedoch um Aufschub und Abstimmung der Bauarbeiten gebeten, weil gleichzeitig auch städtische Arbeiten umgesetzt werden sollen.

Ebenfalls 2020 sollte die Ortsdurchfahrt von Alveslohe in Schuss gebracht werden. Doch die Planung, die in kommunaler Hand liegt, ist noch nicht abgeschlossen. Die Bedeutung der Straße für den Verkehr wird mit hoher Priorität eingestuft. 4700 Fahrzeuge rollen täglich durchs Dorf, davon 222 Lastwagen.

Zu den Maßnahmen, die schnell umgesetzt werden sollen, gehört die Sanierung der 850 Meter langen Ortsdurchfahrt von Ellerau. Ebenfalls kurzfristig umgesetzt wird die Sanierung der Landesstraße von Bad Bramstedt nach Hasenkrug. 2024/25 sollen die mit 16.000 Fahrzeugen pro Tag stark befahrene Landesstraße von Henstedt-Ulzburg nach Norderstedt sowie die Verbindung zwischen der Bundesstraße 432 und Prohnstorf sowie die Landesstraße 167 von Leezen nach Neversdorf folgen.

Schäden an Landesstraßen größer als erwartet

„Entgegen den ursprünglichen Erwartungen unserer Experten sind die Schäden an vielen Landesstraßen nicht nur größer, sondern buchstäblich auch tiefgründiger. Das macht die Reparaturen langwieriger und kostspieliger“, sagte Verkehrsminister Buchholz (FDP) bei der Vorstellung der Pläne. Zwar werde auch weiterhin die Rekordsumme von bis zu 90 Millionen Euro pro Jahr auf die Straßen gebracht, doch würden die Baufirmen dafür im selben Zeitraum weniger Kilometer schaffen. Daher verzögerten sich Fertigstellungstermine um mindestens ein Jahr.

„Erschwerend hinzu kommt eine neue zeitliche Koordinierung einzelner Maßnahmen, um Umleitungsstrecken freizuhalten, aber auch fehlendes Personal sowie Kostensteigerungen und Lieferengpässe infolge der Corona-Pandemie“, sagte Buchholz. „Eine schnelle und oberflächliche Sanierung – wie sie in früheren Jahren durchaus üblich war – wird es mit uns nicht geben.“

Aktuell gelten mehr als 767 Kilometer Landesstraßen als dringend sanierungsbedürftig. Bis zum Ende dieses Jahres werden über 400 Kilometer Landesstraßen und knapp 200 Kilometer Radwege wieder nahezu neuwertig sein. „In den kommenden vier Jahren sollen weitere 500 Kilometer einschließlich der dortigen Radwege folgen“, sagte Minister Buchholz.

( tz )

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