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Bundestagswahl: Tiefe Enttäuschung bei Gero Storjohann

| Lesedauer: 17 Minuten
Gero Storjohann (CDU) muss um sein Direktmandat bangen.

Gero Storjohann (CDU) muss um sein Direktmandat bangen.

Foto: Janine Schmitz/photothek.net / imago/photothek

So läuft die Bundestagswahl. Ergebnisse und Stimmen aus Norderstedt und dem Kreis Segeberg im Newsblog.

Norderstedt. Macht der Bundestagsabgeordnete Gero Storjohann (CDU) bei der Bundestagswahl das Rennen im Wahlkreis 8 Segeberg/Stormarn-Mitte? Oder holt der SPD-Kandidat Bengt Bergt das Direktmandat? Ein Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden wird erwartet. Vielleicht ist aber Nils Bollenbach der lachende Dritte. Als Direktkandidat der Grünen wird ihm – mit dem Bundestrend im Rücken – ein gutes Ergebnis zugetraut. 249.841 Wählerinnen und Wähler aus dem Wahlkreis 8 werden darüber entscheiden.

Newsblog zur Bundestagswahl: SPD gewinnt deutlich in Norderstedt

Um 22:32 Uhr sind alle Wahllokale in Norderstedt fertig ausgezählt – mit 36,0 Prozent der Stimmen hat sich eine Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger klar für Bengt Bergt von der SPD als Direktkandidaten entschieden. Gero Storjohann muss in der größten Stadt des Kreises Segeberg eine deutliche Niederlage wegstecken. Auf ihn entfallen nur 24,7 Prozent. Die Ergebnisse aus Norderstedt im Überblick:

Erststimmen: CDU (24,7 Prozent), SPD (36,0 Prozent), FDP (10,0 Prozent), Grüne (13,7 Prozent), AfD (6,2 Prozent), Die Linke (3,6 Prozent), Übrige (5,7 Prozent).

Zweitstimmen: CDU (20,0 Prozent), SPD (31,3 Prozent), FDP (13,8 Prozent), Grüne (17,7 Prozent), AfD (6,4 Prozent), Die Linke (3,5 Prozent), Übrige (7,2 Prozent).

Die Wahlbeteiligung in Norderstedt liegt bei 80,2 Prozent.

Grünen-Kandidat Bollenbach: Mehr erhofft, trotzdem zufrieden

Nils Bollenbach, Direktkandidat der Grünen im Wahlkreis 8, hatte sich etwas mehr erhofft, geht aber dennoch gestärkt aus der Wahl hervor. Nach der Auszählung von 253 der 306 Wahllokalen kommt er auf 13,5 Prozent der Stimmen – bei den Zweitstimmen sind es 16,6 Prozent. „Ich habe viel gelernt und möchte in vier Jahren wieder antreten. Bei den Erststimmen haben wir das Ergebnis verdoppelt, das ist für mich ein schöner Erfolg." Bollenbach ist dafür, dass FDP und Grüne Gespräche führen und sich dann einen Koalitionspartner aussuchen.

Kopf-an-Kopf-Rennen im Wahlkreis 6

Auch nach der Auszählung von 169 der 236 Wahlbezirke im Wahlkreis 6 Plön – Neumünster liegen beide Kandidaten fast gleich auf. Auf die Christdemokratin Melanie Bernstein entfallen derzeit 28,9 Prozent der Stimmen, auf den SPD-Kandidaten Kristian Klinck 30,1.

SPD gewinnt in Bad Bramstedt und Kaltenkirchen

Bad Bramstedt hat alle Wahlbezirke ausgezählt. Sieger bei den Erst- und Zweitstimmen ist die SPD. Die Sozialdemokratin Karin Thissen liegt mit 28,38 Prozent vor Mark Helfrich (CDU), der in der Rolandstadt 26 Prozent der Stimmen auf sich vereinigte. Wer auf Wahlkreisebene das Rennen macht, ist offen. Ähnlich sieht es bei den Zweitstimmen aus: Die SPD schaffte 26,79 Prozent, die CDU 23,14. Auf die FDP entfielen 14,59 Prozent, auf die Grünen 16,59 und auf andere Parteien 18,89 Prozent.

Auch in Kaltenkirchen liegen der Sozialdemokraten nach Auszählung aller Stimmen deutlich vor der CDU auf dem ersten Platz. Der sozialdemokratische Wahlkreiskandidat Bengt Bergt errang 33.06, Prozent der Stimmen, der CDU-Kandidat Gero Storjohann 24,94. Das Ergebnis bei den Zweitstimmen sieht so aus: SPD (29,45), CDU (19,48), FDP (14,03), Grüne (15,24), AfD (9,03), Linke (3,71), Sonstige (9,08).

Tiefe Enttäuschung bei Gero Storjohann

Tiefe Enttäuschung, aber gegen den Bundestrend konnte Gero Storjohann (CDU) im Wahlkreis 8 nicht ankommen. Er hat gekämpft, aber es hat nicht gereicht, der Sozialdemokrat Bengt Bergt lieget eindeutig vorn. Ob Storjohann über die Liste in nächsten Bundestag kommt, steht wahrscheinlich erst morgen früh fest, da die CDU in Schleswig-Holstein wohl nur 2 Direktmandate bekommt. Der 63-Jährige vermutet aber, dass Listenplatz 5 reicht. Wenn nicht, müsste er wieder bei der Telekom arbeiten! Trübe Stimmung auf der Wahlparty, die Gäste gehen früh.

Schwerer Abend für die CDU

Die CDU Norderstedt verfolgte die Hochrechnungen auf ihrer Wahlparty beim Bier im Feuerwehrmuseum der Stadt. „Es ist schon ein Wahlkrimi“, sagte der CDU-Ortsverbandsvorsitzende Thorsten Borchers dem Abendblatt. Das schwache Wahlergebnis für die Union tat der Stimmung keinen Abbruch. „Wir sind auf den Stimmenverlust vorbereitet gewesen. Auch wenn das Ergebnis ärgerlich ist, hat es uns nicht überrascht“, sagte der Ortsvorsitzende.

Angesichts der Umfrageergebnisse für die Union von 19 bis 20 Prozent noch vor wenigen Tagen liege die Union mit 25 Prozent im Ergebnis ganz gut. Die hohe Wahlbeteiligung zeige auch, dass es der Union gelungen sei, die Stammwählerschaft zu mobilisieren. „Eine gewisse Erleichterung ist da“, sagte Borchers und räumte eine, dass es ein schwieriger Abend für die Union ist.

Gleichwohl sei eine Koalition der Union mit den Grünen und der FDP nach wie vor möglich. „Herr Lindner ist das Zünglein an der Waage, sowohl für Armin Laschet als auch für Olaf Scholz“, sagte Borchers. „Die nächsten Tage werden sehr spannend.“

Norderstedts Stadtpräsidentin Kathrin Oehme (CDU) machte am Wahlabend keinen Hehl daraus, dass sie das Wahlergebnis enttäuschend findet. „Die Stimmung ist gut, das Ergebnis ist etwas bedrückend, was wir aber auch ahnten“, sagte sie dem Abendblatt. Die Menschen hätten bei der Wahl zu sehr auf die Personen geschaut, nicht auf die Wahlprogramme. Jetzt gehe es darum, zu schauen, wer eine Mehrheit bilden kann. Für Norderstedt sieht sie keine Auswirkungen durch das Wahlergebnis. „Wir haben hier unsere Bürgermeisterin Frau Roeder, das bleibt.“

CDU-Mann Helfrich muss um Direktmandat bangen

„Das ist alles auf Messers Schneide“, sagt der CDU-Abgeordnete Mark Helfrich aus dem Wahlkreis Steinburg/Dithmarschen-Süd. Nachdem er zwei Mal den Wahlkreis direkt gewonnen hat, muss er weiter befürchten, dass die SPD-Kandidaten Karin Thissen das Mandat gewinnen könnte. Beide liegen fast gleich auf. Auch ein Einzug über den Listeplatz könnte für Helfrich knapp werden. Er steht auf Platz 7 der Landesliste. „Auch das ist eine wackelige Sache“, sagt der Christdemokrat.

Storjohann muss um Mandat bangen

Knapp über die Hälfte der Wahllokale (159 von 306) im Wahlkreis 8 Segeberg/Stormarn-Mitte haben ihre Ergebnisse bereits gemeldet. Auch wenn sich noch viel ändern kann, muss Gero Storjohann (CDU) ernsthaft um sein Direktmandat bangen: Auf seinen Herausforderer von der SPD, Bengt Bergt, entfallen 31,3 Prozent der Stimmen, den Christdemokraten haben 28,6 Prozent der Bürgerinnen und Bürger gewählt. Nils Bollenbach von den Grünen konnte leicht aufholen, ist mit 12,8 Prozent aber weiter abgeschlagen. Gero Storjohann ist seit 2002 Bundestagsabgeordneter.

Auch in Norderstedt sind mehr als die Hälfte der Wahllokale (36 von 60) ausgezählt. In der größten Stadt im Kreis Segeberg liegt der SPD-Kandidat in der Wählergunst mit 36,3 Prozent deutlich vor Storjohann (24,0 Prozent).

Zweitstimmen aus Norderstedt haben die Sozialdemokraten (31,3 Prozent) ebenfalls erheblich mehr erhalten als die CDU mit 19,7 Prozent.

SPD im Wahlkreis 6 denkbar knapp vor CDU

Das Kopf-an-Kopf-Rennen im Wahlkreis 6 Plön-Neumünster geht weiter. 142 der 236 Wahlbezirke sind ausgezählt. Derzeit liegt der SPD-Kandidat Kristian Klinck mit 29,9 Prozent knapp vor der CDU-Bundestagsabgeordneten Melanie Bernstein (29 Prozent) aus Wahlstedt.

Große Freude bei der SPD

Große Freude bei Bengt Bergt (SPD), der nach Auszählung von 133 Wahllokalen (von 306) im Wahlkreis 8 vor seinem Kontrahenten Gero Storjohann liegt. Auch Ehefrau Tine ist begeistert!! Bergt hatte sich heute morgen in den Daumen geschnitten, als er Schnittchen für die Wahlparty angefertigt hat

SPD-Kandidat Bergt erstmals vor Storjohann

Um 20.04 Uhr zieht SPD-Spitzenkandidat Bengt Bergt erstmals an Gero Storjohann (CDU) vorbei. Nach 116 ausgezählten Wahlgebieten liegt der 39-Jährige knapp mit 30,3 Prozent der Erststimmen vor Storjohann mit 29,6 Prozent.

Storjohann (CDU) und Bergt (SPD) gleich auf

Bengt Bergt (SPD) ist nun gleich auf mit Gero Storjohann, Spitzenkandidat der CDU und langjähriges Mitglied des Bundestages. Nach 98 ausgezählten Wahllokalen im Wahlkreis 8 Segeberg/Stormarn-Mitte haben beide Kandidaten 30 Prozent der Stimmen erhalten. Auf Nils Bollenbach (Grüne), der sich ebenfalls Chancen auf einen Einzug in den Bundestag ausgerechnet hat, entfallen 12,4 Prozent. FDP-Kandidat Jan Schupp liegt bei 11,1 Prozent, Sven Wendorf von der AfD hat bisher 8,1 Prozent der Stimmen enthalten, Malin Schultz (Die Linke) 2,9 Prozent.

Kubickis FDP drittstärkste Kraft in Bad Bramstedt

Ein beachtliches Zwischenergebnis erzielt der Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki, der für die FDP im Wahlkreis Steinburg-Dithmarschen-Süd als Spitzenkandidat angetreten war. Er kommt derzeit auf 14,35 Prozent. Bad Bramstedt gilt als eine FDP-Hochburg. Die Liberalen sind aktuell drittstärkste Kraft in der Stadt. SPD-Kandidatin Karin Thissen (29,40 Prozent) liegt vor Mark Helfrich von der CDU (25,20 Prozent). Helfrich muss aktuell um sein Bundestagsmandat fürchten.

SPD-Vorsprung in Kaltenkirchen stabilisiert

Der Vorsprung für die SPD in Kaltenkirchen stabilisiert sich. Nach der Auszählung von sechs von 20 Wahllokalen liegt der SPD-Kandidat Bengt Bergt mit 31,3 Prozent deutlich von Gero Storjohann (CDU), der auf 24,46 Prozent kommt. Bei den Zweitstimmen führt die SPD mit 28,2 Prozent vor 19,2 bei der CDU. Die in Kaltenkirchen traditionell starke FDP liegt bei 15,12 Prozent.

SPD-Kandidat Bergt in Norderstedt vorn

Norderstedt ist die wichtigste Stadt im Wahlkreis 8. Derzeit liegt SPD-Spitzenkandidat Bengt Bergt deutlich vor Gero Storjohann (CDU). Allerdings sind auch erst die Stimmen von vier der insgesamt 60 Wahllokale ausgezählt worden. Die Zwischenstände:

Erststimmen: CDU (24,1 Prozent), SPD (35,6 Prozent), FDP (11,0 Prozent), Grüne (12,4 Prozent), AfD (7,6 Prozent), Die Linke (3,7 Prozent), Übrige (5,7 Prozent).

Zweitstimmen: CDU (18,9 Prozent), SPD (29,6 Prozent), FDP (15,8 Prozent), Grüne (17,2 Prozent), AfD (7,7 Prozent), Die Linke (3,6 Prozent), Übrige (7,3 Prozent).

Kopf-an-Kopf-Rennen im Wahlkreis 8

Je mehr Wahlbezirke im Wahlkreis 8 ausgezählt werden, desto enger wird das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Gero Storjohann (CDU) und Bengt Bergt (SPD). Die aktuellen Ergebnisse nach 49 von 306 ausgezählten Wahllokalen:

Erststimmen: CDU (31,5 Prozent), SPD (28,4 Prozent), FDP (11,2 Prozent), Grüne (12,3 Prozent), AfD (8,5 Prozent), Die Linke (2,8 Prozent), Übrige (5,3 Prozent).

Zweitstimmen: CDU (26,0 Prozent), SPD (25,8 Prozent), FDP (13,9 Prozent), Grüne (14,1 Prozent), AfD (8,9 Prozent), Die Linke (3,1 Prozent), Übrige (8,3 Prozent).

Die Wahlbeteiligung liegt derzeit bei 59,9 Prozent.

Stocksee wählt CDU, Kaltenkirchen SPD

Die ersten Ergebnisse aus dem Wahlkreis 8 Segeberg/Stormarn-Mitte treffen nach und nach ein. Wie die Bürger aus Stocksee abgestimmt haben, steht bei der diesjährigen Bundestagswahl als erstes fest: Demnach hat Gero Storjohann (CDU) 30,2 Prozent der Erststimmen erhalten, Nils Bollenbach (Grüne) 22,4 Prozent und Bengt Bergt (SPD) 21,9 Prozent. Bis jetzt sind 18 von 306 Wahlbezirken ausgezählt worden. Storjohann liegt mit 33,3 Prozent vor SPD-Mann Bergt (26,6 Prozent), gefolgt von Bollenbach mit 13,2 Prozent.

Kaltenkirchen hat den ersten Wahlkreis ausgezählt. Demnach liegt die SPD bei den Erst- und Zweitstimmen klar vor der CDU. In Kaltenkirchen gibt es 20 Wahlbezirke. Auch Bad Bramstedt hat den ersten Wahlkreis ausgezählt. Sowohl bei den Erst- als auch bei den Zweitstimmen liegt die SPD vor der CDU.

Bundestagswahl: Kopf-an-Kopf-Rennen im Wahlkreis 6

Im Wahlkreis 6 Plön-Neumünster zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Melanie Bernstein (CDU) aus Wahlstedt und Kristian Klinck (SPD) ab. Mit jedem neu ausgezählten Wahlkreis wechselt die Führung. Bernstein muss um den Wiedereinzug in den Bundestag fürchten.

Wahlvorstände in Bad Bramstedt brauchen mehr Stimmzettel

In den Wahlkreisen 3 (dazu gehören Bad Bramstedt und die Orte aus dem Amtsbezirk Bad Bramstedt-Land) und 6 (mit den Orten des Amtes Boostedt-Rickling) wird es wahrscheinlich ähnlich spannend sein. Wie viele Bundestagsabgeordnete über die Landeslisten in das Parlament einziehen, hängt auch von der Anzahl der direkt gewählten Kandidaten der jeweiligen Parteien ab

Bad Bramstedts Bürgermeisterin Verena Jeske bezeichnete die Wahlbeteiligung als extrem hoch. Die Stadt habe für rund 11.000 Wahlberechtigte 10.000 Stimmzettel gedruckt. Der Andrang sei jedoch so groß gewesen, dass in einigen Wahllokalen die Stimmzettel ausgingen. Die Stadt beschaffte daraufhin weitere Zettel bei der Amtsverwaltung Bad Bramstedt-Land, sodass jeder Wähler versorgt werden konnte. „Die Situation in einigen Wahllokalen war extrem stressig“, sagte Jeske.

Auch Kaltenkirchens Bürgermeister Hanno Krause berichtet von einer hohen Wahlbeteiligung, die dazu geführt habe, dass Wähler in den Wahllokalen anstehen mussten. Auch der Anteil der Briefwähler sei mit 23 Prozent ungewöhnlich hoch gewesen.

Für die Wahlhelfer in Kaltenkirchen begann der Wahltag mit einer kräftigen Stärkung. Wahlleiter Florian Steenbuck und Bürgermeister Hanno Krause (CDU) besuchten alle Wahllokale und verteilten Kaffee und Brötchen.

Bundestagswahl: Kann sich CDU-Kandidat Storjohann behaupten?

Wer vertritt den Kreis Segeberg in Berlin?

Gero Storjohann (CDU) aus Seth konnte seit 2009 souveräne Wahlsiege einfahren. Zuletzt gewann er im Jahre 2017 mit 41,1 Prozent der Erststimmen den Wahlkreis direkt, während die CDU in seinem Wahlkreis bei den Zweitstimmen nur auf 34,6 Prozent kam. Storjohann sitzt seit 2002 im Bundestag und gehört in der aktuellen Legislaturperiode zum CDU-Fraktionsvorstand. Bengt Bergt, SPD-Kandidat aus Norderstedt, hofft auf den Scholz-Effekt, um Storjohann das Direktmandat streitig zu machen.

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Wer zieht für den Kreis in den Bundestag ein?

Die größten Chancen, über die Landesliste in den Bundestag einzuziehen, hat ebenfalls Gero Storjohann, der auf Platz fünf bei der CDU steht. Bengt Bergt könnte es theoretisch mit dem Listenplatz neun der SPD schaffen, Nils Bollenbach dürfte es schwer haben, über den Listenplatz 14 der Grünen ein Mandat zu bekommen.

Ein Teilergebnis der Wahl steht schon längst fest: Weit über 18.000 Norderstedter haben bereits per Briefwahl entschieden, wen sie gern im Bundestag hätten. Das sind etwa 5000 Wähler mehr als vor vier Jahren. 2422 Erstwähler dürfen in Norderstedt mit entscheiden, wie sich der nächste Bundestag zusammensetzt.

In Norderstedt erhebt die ARD Daten für die Hochrechnung

Storjohann mit Fahrrad zum Wahllokal

Gero Storjohann ist mit seiner Ehefrau Maren und Sohn Alexander zum Wahllokal in Seth geradelt. Storjohann ist seit 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages und tritt als Direktkandidat im Wahlkreis 8 an. Der CDU-Spitzenkandidat hofft, erneut in den Bundestag gewählt zu werden. Die Prognosen verfolgt der 63-Jährige in seinem Haus in Seth. Als Mitglied des Bundestagsverkehrsausschusses und Fahrradpolitischer Sprecher seiner Fraktion hat er etwa das Autofahren mit Licht am Tag, den „Führerschein mit 17“, das Problem „toter Winkel“, das Alkoholverbot für Fahranfänger und den „Feuerwehr-Führerschein“ für ehrenamtliche Rettungskräfte erfolgreich angestoßen und angepackt.

Wahllokal Kita Mühlentor in Bargteheide: Um 12 Uhr gab Nils Bollenbach, Direktkandidat der Grünen im Wahlkreis 8 Segeberg/Stormarn-Mitte, seine Stimmen ab. Bei 24 Grad reihte sich der 20 Jahre alte Jungpolitiker und Herausforderer von Gero Storjohann (CDU), ganz in Schwarz gekleidet, in die 40 Meter lange Schlange ein. Anschließend wollte er die Wartezeit mit einem langen Spaziergang überbrücken.

Um 17.30 Uhr hat die Wahlparty des Ortsverbands der Bargteheider Grünen im Pfadfinder-Domizil an der Lohe begonnen. „Ich gehe ganz fest davon aus, dass es für unsere Partei was zu feiern geben wird, selbst wenn ich den Sprung in den Bundestag verpassen sollte“, sagte er unserer Redaktion.

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( HA )

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