Klimaschutz

Biotonnen-Kontrolle: So viele blieben stehen

WZV-Abfallberater Holger Kraski holt das Plastik aus einer Biotonne.

WZV-Abfallberater Holger Kraski holt das Plastik aus einer Biotonne.

Foto: Burkhard Fuchs / fuchs

Etwa 2370 Behälter wurden kontrolliert. Der Wegezweckverband lobt das Trennverhalten der Menschen im Kreis Segeberg.

Kreis Segeberg.  Der Wege-Zweckverband (WZV) hat in der vergangenen Woche die Biotonnen in seinem Gebiet auf Störstoffe untersucht. Mit Unterstützung des Umweltministeriums und unter dem Motto „Mülltrennung ist Klimaschutz: Schleswig-Holstein räumt auf in der Biotonne!“ Nun zieht der WZV das Fazit der Kontrolle: In verschiedenen Städten und Gemeinden seien 31 Bioabfallbehälter stehen gelassen worden. Weil sich in den Tonnen nicht nur Obst- und Gemüsereste, verdorbene Lebensmittel, Rasenschnitt und anderer organischer Müll befand, sondern Plastik oder Restmüll.

Etwa 2370 Behälter seien kontrolliert worden. Nur 1,3 Prozent wurden nicht geleert, damit blieben also pro Tag durchschnittlich sechs Biotonnen stehen. Das Feedback aus der Bevölkerung auf die Aktion sei überwiegend positiv und verständnisvoll ausgefallen, teilt Ceyda Oguz mit, Bereichsleiterin Abfallwirtschaft und Abfallanlagen des WZV. „Insgesamt ist das Trennverhalten der Bürgerinnen und Bürger erfreulich, leider gibt es aber immer wieder Ausnahmen.“

Mit den Stichprobenkontrollen wolle man die Kundinnen und Kunden aufklären und nicht bestrafen, betont Oguz. Der WZV sei auf das korrekte Trennverhalten angewiesen, denn nur aus sauberen Bioabfällen könne saubere Komposterde werden. „Wir wollen weiter in den Küchen und Biotonnen positive Veränderungen bewirken. Deshalb werden wir die Tonnenkontrollen zukünftig in regelmäßigen Abständen wiederholen“, sagt Oguz.

( abm )

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