Henstedt-Ulzburg

Fahrräder günstiger mitnehmen – Gemeinde verhandelt mit AKN

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Nach einem Antrag der SPD führt die Gemeinde Gespräche mit der AKN, um den Transport von Fahrrädern in den Zügen zu erleichtern.

Henstedt-Ulzburg. Wer das Fahrrad mit in die Bahn nehmen will, soll es nach dem Willen der Gemeinde Henstedt-Ulzburg künftig leichter haben: Die Gemeinde verhandelt demnächst mit der AKN, um zu prüfen, durch welche geeigneten Maßnahmen der Transport von Fahrrädern nutzerfreundlicher gestaltet werden kann. Ein entsprechender Antrag der Sozialdemokraten wurde von den Mitgliedern des Planungs- und Bauausschusses angenommen. Nicht angenommen wurde hingegen ein Antrag der Grünen, die forderten, die Wilstedter Straße im Ortsteil Rhen zu einem Radschnellweg umzufunktionieren.

Der Bau eines überörtlichen Radschnellweges ist eine gute Sache, um eine Mobilitätswende auf den Weg zu bringen, findet die Henstedt-Ulzburger SPD. Aber das vermutlich lange Warten auf eine Realisierung soll durch andere Maßnahmen überbrückt und ergänzt werden. Zum Beispiel durch nutzungsfreundlichere Möglichkeiten als bisher beim Bahntransport von Rädern. Zum Beispiel durch einen Verzicht auf Zusatztickets für Räder, durch den Einsatz von Transportwaggons oder die Einrichtung von gesonderten Zugabteilen für Fahrräder.

Ganz allgemein findet die SPD, dass es eine Vereinheitlichung der Tarife zwischen Schleswig-Holstein und Hamburg geben sollte. Davon würden dann alle Zugnutzer profitieren.

„Wir sehen darin eine deutliche Verbesserung des ÖPNV, um für den Arbeitsweg eine Nutzung des Fahrrads attraktiver zu gestalten und für einen Großteil überhaupt erst relevant zu machen“, begründet Gemeindevertreterin Nadine Braasch den Antrag ihrer Partei. Sie weist darauf hin, dass während der Hauptverkehrszeiten kein Rad mit in die AKN genommen werden dürfe und der Transport ganz allgemein zu teuer sei.

„Damit die Mobilitätswende gelingt, müssen wir auch längere Wege in den Blick nehmen und die äußeren Stadtteile und Nachbarkommunen besser an das städtische Radverkehrsnetz anbinden; die Mobilitätswende macht auch an den Landesgrenzen nicht Halt“, betont die Sozialdemokratin.

( kn )

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