Corona

Der Kreis beklagt 166. Covid-Opfer: 68-Jähriger stirbt

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Andreas Burgmayer
Coronavirus: Im Kreis Segeberg wurde das 166. Covid-Opfer gemeldet (Symbolbild).

Coronavirus: Im Kreis Segeberg wurde das 166. Covid-Opfer gemeldet (Symbolbild).

Foto: picture alliance/dpa

Der Kreis macht keine Angaben, ob es sich um einen Geimpften oder Ungeimpften handelt. Wie die Lage im Kreis ist.

Kreis Segeberg.  Nachdem die Zahl der Todesopfer durch Corona-Infektionen in den ersten sechs Monaten 2021 im Kreis Segeberg nahezu unverändert zum Vorjahr geblieben war, sind nun wieder einige Verstorbene zu beklagen. Der Tod eines 44-jährigen Mannes wurde vom Infektionsschutz am 8. September gemeldet. Am 13. September folgten zwei Frauen im Alter von 78 und 81 Jahren. Und am Donnerstag stieg die Zahl der seit Beginn der Pandemie mit oder an Covid-19 Verstorbenen auf 166: Ein 68-jähriger Mann erlag den Folgen der Infektion.

Die Öffentlichkeit fragt sich nun, ob es sich bei den Verstorbenen um Geimpfte oder Ungeimpfte gehandelt hat, ob Vorerkrankungen bestanden oder andere Umstände wirkten. „Wir haben uns dazu entschieden, keine Angaben zu möglichen Impfdurchbrüchen bei einzelnen Personen zu machen, um die Persönlichkeitsrechte der Verstorbenen zu wahren“, antwortet Sabrina Müller, die Sprecherin des Kreises Segeberg auf die Anfrage des Abendblattes.

Generell habe es auch im Kreis Segeberg sogenannte Impfdurchbrüche gegeben. Sabrina Müller: „Ein Impfdurchbruch liegt vor, wenn bei einer vollständig geimpften Person eine Infektion mit Symptomatik festgestellt wird.“ Und nicht, wenn Geimpfte sich infizieren und keinerlei Symptome zeigen.

Geimpfte Frau (80) musste mit Infektion in eine Klinik

Im Kreis Segeberg hat es zum Beispiel zwischen letzten Sonntag und Donnerstag 31 Neuinfektionen gegeben. Darunter waren sechs Menschen, die vollständig geimpft waren und eine Person, bei der die zweite Impfung noch ausstand. Von diesen sieben Menschen musste nur eine 80 Jahre alte Person trotz vollständiger Impfung nach einer Infektion im Krankenhaus behandelt werden. Eine Person blieb ohne Symptome, die anderen fünf zeigten die komplette Bandbreite der möglichen Covid-Symptome in unterschiedlicher Ausprägung.

Belastbare Zahlen über alle bisherigen Impfdurchbrüche im Kreis soll es laut Sabrina Müller vermutlich bis Ende des Monats geben. „Aktuell sind meine Kolleginnen und Kollegen im Infektionsschutz dabei, die Gesamtdaten zu den bisherigen Impfdurchbrüchen in eine neue Software einzupflegen, die gerade eingeführt wird. Das ermöglicht dann eine gute Übersicht.“

Am Donnerstag kamen laut Infektionsschutz 16 Neuinfektionen im Kreis hinzu. Die Inzidenz sinkt unter 30 auf 28,4. Die Gesamtzahl aller bisher nachgewiesenen Infizierten im Kreis beträgt jetzt 7811. In Quarantäne befinden sich noch 443 Personen. Sieben Personen werden in einer Klinik versorgt, keine davon intensivmedizinisch.

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