Norderstedt

Strandhaus-Affäre: SPD kritisiert CDU-Chef Peter Holle

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Nicolai Steinhau-Kühl, Chef der SPD-Fraktion in Norderstedt.

Nicolai Steinhau-Kühl, Chef der SPD-Fraktion in Norderstedt.

Foto: SPD Norderstedt

„Säuberungsaktion“: Die Wortwahl des CDU-Mannes ist den Sozialdemokraten ein Dorn im Auge.

Norderstedt.  Die SPD-Fraktion in der Norderstedter Stadtvertretung übt in der Affäre um das Strandhaus scharfe Kritik an Peter Holle, dem Vorsitzenden der CDU-Fraktion.

SPD kritisiert Wortwahl des CDU-Chefs

Der hatte im Abendblatt eine lückenlose Aufklärung des verfahrenen Streits zwischen den Stadtwerken und den Pächtern der Gastronomie am Stadtparksee gefordert und behauptet, Informationen würden nur „scheibchenweise“ von der Stadtverwaltung und den Stadtwerken preisgegeben. Außerdem vermutete er hinter den Demissionen von Arriba-Chef Ruud Swaen und zuvor Rajas Thiele, dem Geschäftsführer der Mehrzwecksäle GmbH, eine „Säuberungsaktion“ der Stadtverwaltung unter Führungskräften der städtischen Gesellschaften.

„Diese Wortwahl finde ich besonders irritierend”, sagt Nicolai Steinhau-Kühl, Fraktionsvorsitzender der SPD. „In sich ist diese Behauptung auch nicht nachvollziehbar, da die CDU selbst öffentlich am Abgang Thieles gearbeitet hat. Außerdem ist so ein Vokabular in einer solchen Debatte Gift für die politische Kultur der Stadt.”

SPD wirft CDU Aktionismus vor

SPD-Stadtvertreter Tobias Schloo sieht hinter der Kritik von Holle einen ganze anderen Hintergrund. „Peter Holle hat ein Problem mit seinen Leuten.“ Über die Vorgänge im Stadtpark, den Streit mit dem Betreiber des Strandhauses und eine mögliche unrechtmäßige Vergabe des ehemaligen Arriba-Leiters, hätten die Stadtwerkeleitung und die Stadtpark gGmbH in den politischen Gremien regelmäßig Berichte abgegeben. „Doch das alles hat die CDU in Norderstedt wohl nicht mitbekommen und gibt jetzt die große Aufklärerin“, sagt Schloo.

Holle wirft er Aktionismus vor. „Dem Stadtwerkeausschuss sitzt mit Uwe Matthes ein CDU-Stadtvertreter vor, welcher den Ausschuss souverän leitet.“ Mit Petra Müller-Schönemann habe eine CDU-Frau den Vorsitz im Aufsichtsrat der Stadtpark gGmbH. Dort wird auch das gastronomische Angebot im Stadtpark geregelt. „Da stellt sich die Frage, ob der CDU-Fraktionsvorsitzende, wenn er mit der Berichterstattung nicht zufrieden ist, überhaupt noch hinter den Personalien von Matthes und Müller-Schönemann steht.“

( abm )

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