Kreis Segeberg

Mehrere Kliniken nehmen Patienten aus Borstel auf

Die LungenClinic in Großhansdorf: Das Krankenhaus übernimmt Patienten und Mitarbeiter aus der Lungenfachklinik in Borstel.

Die LungenClinic in Großhansdorf: Das Krankenhaus übernimmt Patienten und Mitarbeiter aus der Lungenfachklinik in Borstel.

Foto: Harald Klix

Medizinische Lungenfachklinik schließt aus wirtschaftlichen Gründen zum Jahresende. Wohin die Patienten können.

Borstel/Großhansdorf. Patienten, die am Leibniz-Lungenzentrum in Borstel behandelt werden, haben die Möglichkeit, an die Lungenfachklinik in Großhansdorf (Kreis Stormarn) oder an die neue Leibniz-Lugenfachklinik in Kiel zu wechseln, die am 1. Januar 2022 eröffnen wird. Auch die Segeberger Kliniken bereiten sich auf die Aufnahme von Lungenpatienten vor.

Die medizinische Lungenfachklinik am Forschungszentrum Borstel schließt – wie berichtet – zum Jahresende aus wirtschaftlichen Gründen. Das Forschungszentrum selbst ist davon nicht betroffen. Es verzeichnete im Jahr 2020 projektgebundene Einnahmen in Höhe von 10 Millionen Euro und werde seine international anerkannte Arbeit am Standort Borstel wie bisher fortsetzen, betont die Geschäftsleitung.

Patienten können Kliniken selbst wählen

,,Wir können Lungenpatienten aus Borstel übernehmen. Es gibt bei uns die komplette Versorgung in allen Bereichen von Lungenerkrankungen – auch bei Tuberkulose. Bei uns gibt es chirurgische und ambulante Versorgung. Wir machen auch Immuntherapie“, sagt Susanne Quante, kaufmännische Geschäftsführerin der LungenClinic Großhansdorf. ,,Um Immuntherapie zu erhalten, muss niemand nach Kiel fahren. Seit klar ist, dass die Lungenklinik in Borstel schließen wird, übernehmen wir Patienten und auch Personal von dort.“

Einen Automatismus für Patienten, nach Großhansdorf zu gehen, gibt es nicht. Selbstverständlich habe jeder Patient das Recht, eine Klinik seiner Wahl aufzusuchen, so die Geschäftsleitung des Forschungszentrums Borstel. Zur Übernahme von Patienten aus der Medizinischen Klinik Borstel gebe es keine dezidierte Vereinbarung mit der LungenClinic Großhansdorf.

Lungenpatienten aus Borstel könnten neben der Pneumologie am UKSH in Kiel in Zukunft auch die Segeberger Kliniken aufsuchen: Dort wird zurzeit ein pneumologischer Bereich aufgebaut.

( JR )

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