Polarexpedition

Arved Fuchs muss wegen Corona umkehren – und ist enttäuscht

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Wolfgang Klietz
Umplanung auf der Polarexpedition "Ocean Change": Arved Fuchs musste Entscheidung aus Sicherheitsgründen treffen.

Umplanung auf der Polarexpedition "Ocean Change": Arved Fuchs musste Entscheidung aus Sicherheitsgründen treffen.

Foto: Arved Fuchs Expeditionen

Die Klimamessungen an Bord gehen weiter. Vor Kanada hätte der Besatzung der "Dagmar Aaen" womöglich Gefahr gedroht.

Nuuk/Bad Bramstedt. Die Enttäuschung bei Arved Fuchs, seiner Mannschaft und seinen Freunden ist groß: Wegen der strengen Corona-Regeln in Kanada kann der Bramstedter seine Reise mit dem Expeditionsschiff „Dagmar Aaen“ nicht, wie geplant, fortsetzen, sondern muss nach Island zurückkehren. Er habe die Entscheidung aus Sicherheitsgründen getroffen, sagte Fuchs im Hafen der grönländischen Hauptstadt Nuuk.

Von der grönländischen Westküste sollte die Expedition in den polaren Gewässern Kanadas fortgesetzt werden mit einer Überwinterung der „Dagmar Aaen“ in der Siedlung Lunenburg.

Polarexpedition: Arved Fuchs kehrt zurück nach Island

Doch Kanada macht die Häfen weiter dicht. „Aufgrund der steigenden Corona-Zahlen und der damit verbundenen Varianten wird Kanada auch weiterhin seine Häfen für ausländische Schiffe geschlossen halten“, schrieb Fuchs Freunden und Sponsoren. Bisher sei der 7. September als Termin für die Öffnung der Grenzen genannt worden, doch auch dieses Datum sei jetzt nicht mehr gesichert.

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„Trotz intensiver Bemühungen der kanadischen Botschaft in Berlin und seitens Prof. Douglas Wallace von der Dalhousie Universität in Halifax in Nova Scotia hat man uns keine Sondergenehmigung erteilen wollen“, schreibt Fuchs. Daher habe er aus seemännischer Sicht die Entscheidung getroffen, die isländische Hauptstadt Reykjavík anzusteuern.

Polarexpedition umgeplant: Arved Fuchs überwintert in Island

Er habe unter keinen Umständen riskieren wollen, in der anstehenden Sturmsaison vor geschlossenen Grenzen zu stehen, sagte Fuchs in Nuuk. In Reykjavík wird die „Dagmar Aaen“ überwintern. Die permanenten Messungen für die Klimaforschung werden bis zur Ankunft dort fortgesetzt. Außerdem werde die Expedition „Ocean Change“, wie geplant, 2O22 weitergehen. „Nur die Etappen und der Zeitplan ändern sich“ schreibt Fuchs.

Weiter heißt es: „Auch wir sind enttäuscht, aber andererseits ist ja nur ein Teil der Expeditionsroute von uns nicht befahren worden – trotz erschwerter Einreisebedingungen konnten wir die Faröer, Island und Grönland bereisen.“

Den bisherigen Verlauf der Expedition „Ocean Change 2021“ sowie alle weiteren Berichte über die Reise von Arved Fuchs finden Sie hier auf unserer Themenseite.

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