Kreis Segeberg

Ägypter sticht Syrer in Flüchtlingsunterkunft nieder

Ein Fahrzeug der Polizei mit Blaulicht bei einem Einsatz (Symbolbild).

Ein Fahrzeug der Polizei mit Blaulicht bei einem Einsatz (Symbolbild).

Foto: Daniel Bockwoldt / picture alliance / Daniel Bockwoldt

Tat ereignete sich bereits am 7. Juli, Polizei informiert erst jetzt die Öffentlichkeit. Motiv des Täters ist unklar.

Kreis Segeberg.  Die Kriminalpolizei Bad Segeberg ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts in der Landesunterkunft für Flüchtlinge in Boostedt. Festgenommen wurde ein 25-jähriger Asylbewerber aus Ägypten, der einen 22-jährigen Syrer mit einer Schere verletzt haben soll. Der Haftrichter des Amtsgerichts Neumünster entschied, den Ägypter in die geschlossene Abteilung eines psychiatrischen Krankenhauses in Neustadt einzuweisen.

Zu dem Angriff kam es bereits am Mittwoch, 7. Juli. Am Montag informierte die Polizei die Öffentlichkeit. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen soll der 25-Jährige sein Opfer gegen 23.15 Uhr innerhalb seines Zimmers unvermittelt angegriffen haben. Daraufhin schob der Syrer den Angreifer aus dem Raum.

Zum Motiv macht die Polizei keine Angaben

Kurz darauf verließ auch der 22-Jährige das Zimmer und soll im Flur erneut auf den 25-Jährigen getroffen sein. Der Ägypter habe sein Opfer dort mit einer Schere angegriffen, teilte die Polizei mit. „Der 22-Jährige erlitt mehrere Stichverletzungen im Oberkörper, der 25-Jährige eine Kopfplatzwunde“, heißt es in einer Pressemitteilung. Bei der Auseinandersetzung wurde außerdem eine Tür beschädigt.

Die Männer wurden am Tatort von Rettungskräften behandelt und danach in Krankenhäusern aufgenommen. Polizisten sicherten die Spuren. „Nach erster Einschätzung wurde der 22-Jährige schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt“, sagte ein Polizeisprecher. Der Mann befinde sich weiter im Krankenhaus. Der 25-Jährige erlitt leichte Verletzungen und wurde festgenommen.

Zum Motiv könne die Polizei derzeit keine Angaben machen. „Möglicherweise könnte bei dem 25-Jährigen ein psychischer Ausnahmezustand vorgelegen haben“, teilte die Polizei mit.

( tz )

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